Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Andwil-Arnegg und der STV Wil schenkten sich nichts. Auch wenn Wil auf dem Papier als Favorit ins Spiel ging, war schnell klar, dass das kein einfaches Spiel für die Gäste sein würde. Wil konnte viele Punkte über den Mittelangriff verzeichnen, während ihr Gegner mit Hilfe des konstant starken Angriffs über die Aussenposition dominierte. Der erste Durchgang ging mit 25:18 an die Heimmannschaft. Dies sollte der deutlichste Satz bleiben. Denn die Wiler konnten im zweiten Umgang den guten Block von Andwil-Arnegg durchbrechen und die Partie nach Sätzen ausgleichen.

Im dritten Satz merkte man auf Seiten der Wiler, dass die Services und die Annahmen nicht mehr wunschgemäss kamen und man somit nicht den gleichen Druck mit dem Angriff durch die Mitte aufrechterhalten konnte. Die Gäste mussten nun vermehrt über ihre Aussen- und Diapositionen angreifen und spielten so dem Heimteam in die Hände, denn genau dort stellte Andwil-Arnegg die Blöcke nahezu perfekt. Der Satz ging folglich auch verdient an die Gastgeber und Wil war im vierten Satz im Zugzwang, um die zweite Niederlage in dieser Saison noch zu vereiteln.

Emotionen sorgen für Niederlage

Dieser Durchgang war ausgeglichener als alle zuvor. Beim Stand von 24:24 sah der Schiedsrichter den Ball, im Gegensatz zu den Äbtestädtern innerhalb des Feldes. Somit stand es 25:24 für das Heimteam. Diese Entscheidung des Unparteiischen zu Gunsten von Andwil-Arnegg liess bei den Wiler die Emotionen hochkochen. Wegen übermässigem Reklamieren sah der Wil-Trainer die Gelbe Karte. Damit war die Situation aber noch nicht erledigt. Ein Spieler der Wiler liess seinen Emotionen immer noch freien Lauf und zwang den Schiedsrichter dazu, eine weitere Karte zu zücken. Weil im Volleyball die gelbe Karte als Verwarnung für das ganze Team gilt, sah der Wil-Spieler rot. Im Gegenteil zum Fussball bedeutet die rote Karte keine Hinausstellung des Akteurs, sondern Punkt und Aufschlag für den Gegner. Gezwungenermassen stand es damit nun 26:24 für Andwil-Arnegg und das Spiel ging aus Sicht der Wiler mit einer kuriosen Schlussphase verloren.

Die Wiler werden nächsten Samstag, 23. November im Spiel gegen Voléro Zürich II wieder versuchen in die Erfolgsspur zurückzufinden. (lto)

Resultate, 1. Liga, Gruppe D, 6. Runde:
Andwil-Arnegg – Wil 3:1
Kanti Baden – Einsiedeln 0:3
Jona II – Chur 3:1
Näfels II – Lunkhofen 1:3

Rangliste:
1. Jona II 6/16. 2. Einsiedeln 6/15. 3. Lunkhofen 6/10. 4. Wil 5/9. 5. Andwil-Arnegg 5/9. 6. Voléro Zürich II 5/7. 7. Näfels II 5/4. 8. Chur 5/2. 9. Kanti Baden 5/0.

Nächste Spiele (7. Runde):
Samstag, 23. November: Wil – Voléro Zürich II (18.00 Uhr).
Sonntag, 24. November: Näfels II – Jona II (14.00 Uhr), Chur – Kanti Baden (17.00 Uhr), Einsiedeln – Andwil-Arnegg (18.00 Uhr).