An den Schweizer Berufsmeisterschaften präsentieren sich über 150 Berufe. Während vier Wettkampftagen stellen die jungen Berufsleute ihr Können und Wissen unter Beweis. Darunter befinden sich auch die Landmaschinen-, Baumaschinen- und Motorgerätemechaniker/innen. An fünf verschiedenen Posten wenden die Teilnehmenden sämtliche Fertigkeiten an, die sie während ihrer Ausbildung gelernt haben. Der Wettbewerb findet in den Kategorien mechanische Antriebe, Motoren, Elektrik, Hydraulik und an einem Überraschungsposten statt.

Insgesamt kämpfen dieses Jahr zehn Landmaschinen- und sechs Baumaschinenmechaniker aus der Deutsch- und Westschweiz sowie dem Tessin um den Schweizermeistertitel. Nicht nur das Fachwissen spielt eine wichtige Rolle, sondern auch die mentale Stärke der Kandidaten wird auf die Probe gestellt.

Während den Wettkämpfen steht auch die Berufswerbung im Fokus. Die Ausstellungsfläche bietet allen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, auf interaktive Art und Weise die Berufe kennenzulernen sowie diese auszuprobieren.

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Landmaschinenmechaniker als vielseitiger Beruf

Beim Landmaschinenmechaniker sind vor allem kreative Problemlösungen und vernetztes Denken gefragt. Sie warten und reparieren landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Das Tätigkeitsfeld des Baumaschinenmechanikers ist sehr umfangreich, die Bereiche Elektrik und Hydraulik sind ausgeprägt. Das Aufgabengebiet reicht von Arbeiten am einfachen Gabelstapler über den Hightech-Bagger bis hin zum komplexen Tunnelbohrsystem mit Lasersteuerung. Motorgerätemechaniker sind für Unterhalts- und Reparaturarbeiten an motorisierten Maschinen und Geräten zuständig. Diese werden hauptsächlich in Gartenpflege und Forstwirtschaft sowie im Obst- und Rebbau eingesetzt. 

Landmaschinenmechaniker aus Dietschwil qualifiziert für die SwissSkills

Tim Zahner aus Dietschwil hat Landmaschinenmechaniker bei der Bachmann AG in Tägerschen gelernt. Für den Beruf hat er sich entschieden, weil ihn der Aufbau und die Funktionsweise von sämtlichen Maschinen und Fahrzeugen interessiert. «Dank seines grossen Tätigkeitfeldes ist der Beruf sehr abwechslungsreich und man wird sowohl körperlich wie auch geistig gefordert», meint der 21-Jährige. Die Abwechslung begeistert ihn an seinem Beruf: «Ich kann komplexe Arbeiten mithilfe von Messgeräten, Handbüchern und sonstigen Hilfsmitteln selbständig ausführen. Auch nach meiner 4-jähriger Lehre stehe ich immer wieder vor neuen Herausforderungen und versuche meine Arbeit noch präzisier und rascher auszuführen.», betont er. Seine Lehre hat er positiv in Erinnerung. «Gerade der Aufbau der Teilprüfung, welche Ende des zweiten Lehrjahres stattfindet und somit die Metallbearbeitung grösstenteils abschliesst, fand ich sehr sinnvoll.», so sagt der Landmaschinenmechaniker. In seiner Freizeit ist er häufig am Wandern oder Biken. Ausserdem restauriert er Oldtimerfahrzeuge. Sein persönliches Motto ist: «Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben; es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.»