Ein Jahr lange dauerte die personelle Vakanz, nachdem Priska und Toni Ziegler die katholische Kirche Uzwil verlassen hatten. Sie waren als Seelsorgerin und Seelsorger schwerpunktmässig in Oberuzwil-Bichwil tätig gewesen. Die Nachfolgeregelung gestaltete sich schwierig. «Jetzt sind wir überzeugt, eine gute Lösung gefunden zu haben», sagt Teamkoordinatorin und bisherige Pfarreibeauftragte Oberuzwil-Bichwil, Ingrid Krucker. Verschiedene Lösungen hätten zur Überbrückung gefunden werden müssen – auch, weil zusätzlich zwei Katechetinnen demissioniert hatten. Ehemalige Mitarbeitende und auswärtige Religionspädagogen seien eingesprungen.

Die Aufgaben werden ab August neu verteilt. Ingrid Krucker hat unterdessen zusätzlich einen Auftrag beim Regensamt übernommen und bleibt Pfarreibeauftragte in Bichwil. Zudem behält sie das Ressort Familie und Erwachsenenbildung und bleibt Koordinatorin des Pastoralteams. Sie hat eine 60-Prozent-Anstellung. Paul Hoch wird Pfarreibeauftragter für Oberuzwil und seine Schwerpunkte sind die Firmung ab 18, das Ressort Jugend Bichwil und Oberuzwil und Religionsunterricht. Er hat eine 100-Prozent-Anstellung.

Heimat vermitteln

Paul Hoch ist anfangs 40, mit einer Finnin verheiratet und Vater von 13-jährigen Zwillingen. Er wuchs in Feldkirch auf, studierte Theologie sowie Psychologie und Philosophie im Nebenfach, grösstenteils in Innsbruck. Erfahrungen sammelte er als Jugendseelsorger im Aargau und in der Stadt Zürich und zuletzt wirkte er als Seelsorger und Pfarreibeauftragter in Widnau. «Ich habe eine offene Haltung, ein offenes Ohr und will das vermitteln, was psychisch und spirituell guttut. Was dies genau ist, will ich mit den Menschen herausfinden», sagt er. Die Kirche vor Ort solle offene Türen haben und da sein für die Menschen.

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Der neue Seelsorger der katholischen Kirche Uzwil und Umgebung: Paul Hoch.


Mit Sozialhund Xero unterwegs

Claudia Rupf ist am Flumserberg aufgewachsen, absolvierte die kaufmännische Lehre, arbeitete in einem Hotel, liess sich in medizinischer Massage ausbilden, führte ihre eigene Praxis und kam per Zufall zur vierjährigen Ausbildung als Religionspädagogin. «Der Glaube hat mich von Kindheit an begleitet und gestützt. Ob ich aber auch mit der Kirche zurechtkommen würde, wusste ich noch nicht», sagt sie. Für sie persönlich sei die Ausbildung wertvoll gewesen. «Ich habe gelernt, die Strukturen zu verstehen, kann zur Kirche stehen und bleibe weiterhin kritisch.» Den Kindern will sie im Unterricht mitgeben, dass der Glaube eine Stütze im selbstbestimmten Leben sein kann und sie will ihn in erster Linie überzeugt vorleben, authentisch sein, direkt und offen.

Zwei Jahre lang absolvierte sie ein 50-Prozent-Praktikum in der katholischen Kirche Uzwil und Umgebung und besuchte an zwei Tagen das Religionspädagogische Institut in Luzern. Bekannt ist sie unterdessen auch, weil sie stets mit ihrem Sozialhund Xero unterwegs ist. Sie hat eine starke Sehschwäche und bittet deshalb die Menschen um Nachsicht, wenn sie länger braucht, um sie zu erkennen. (pd/red)

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Es kann im Pastoralteam wieder im Vollbestand gewirkt werden.