Die Beharrlichkeit der beiden SVP-Kantonsräte Damian Gahlinger, Niederhelfenschwil, und Bruno Dudli, Sonnental-Oberbüren, erinnert an den aus der Geschichte bekannten gordischen Knoten. Alexander der Grosse soll die kunstvoll verknoteten Seile mit einem einzigen Schwertstreich durchschlagen haben. So einfach ist nach Ansicht der beiden Kantonsräte die Lösung des Verkehrsproblems beim Augarten. Sie lehnen die von Verkehrsexperten vorgeschlagene Lösung in Bausch und Bogen ab. Zusätzliche Fahrspuren und Ampeln seien nicht in der Lage, die Stausituationen zu verhindern. Stattdessen sollte die Augarten-Kreuzung mit einem Kreisel versehen und vor allem von der Gupfenstrasse her mit einem Tunnel unterfahren werden.

Unermüdlicher Einsatz

Damian Gahlinger und Bruno Dudli sind Mitglieder der vorberatenden Kommission für die Augarten-Sanierung im Kantonsrat. Ihr Antrag, eine Unterführung zu prüfen, zu planen und berechnen zu lassen, ist von der Kommission abgelehnt worden. Bei der Beratung im Plenum des Rates im nächsten Monat besteht die Möglichkeit, das Feld von hinten nochmals aufzurollen. Beide Kantonsräte machen sich aber keine Illusionen bezüglich ihrer Chancen. Als Ausweg versuchen sie nun, Unterstützung aus der Bevölkerung zu bekommen. Über persönliche Kontakte, soziale Medien und auch über eine lokale Plattform laden Gahlinger und Dudli zu einer weiteren Orientierung vor Ort in der kommenden Woche ein.


Bevölkerung mobilisieren

Dann wird Bruno Dudli wieder die Vorgeschichte der heutigen Situation aufzeigen. Schon vor 40 Jahren habe man sich mit einer Verbesserung der Verkehrssituation befasst. Bereits 2003 sei die Sanierung ins kantonale Strassenbauprogramm aufgenommen worden. Jetzt liegt ein 8-Millionen-Projekt vor, welches das Problem mit mehr Fahrspuren und Lichtsignalanlagen lösen will. Dieser Vorschlag aber ist nach Ansicht von Gahlinger und Dudli untauglich. Sie bestehen darauf, dass die anvisierten Ziele nur mit einer Untertunnelung des Knotens gelöst werden könnten. Sie würde nach ihrer Ansicht zu einem sicheren, regelmässigen und ruhigen Zu- und Abfluss führen und damit den Stau beheben. Ausserdem würde ein Schleichverkehr in umliegende Strassen verhindert, die Pünktlichkeit des Postautoverkehrs und die Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer verbessert. Auch könnte auf Lichtsignalanlagen verzichtet werden und es müsste weniger Land erworben werden.

Keine neue Idee

Unter dieser Überschrift hat die Gemeinde Uzwil in der jüngsten Ausgabe des Uzwiler Blattes zur wiederholten Initiative von Gahlinger und Dudli Stellung bezogen: «Die Unterführungs-Lösung ist kein neuer Gedanke. Bereits vor Jahren hat die Gemeinde in diese Richtung gedacht und Möglichkeiten skizziert, aber klar verworfen.»