Der Gemeindesaal Uzwil füllte sich mit rund 400 Personen. Die Lehrabsolventen waren von Angehörigen und Lehrmeistern begleitet.

Moderator bereits in den Ferien
Der Anlass begann ohne einen Moderator auf der Bühne. Statt dessen wurde aus einem WhatsApp-Kontakt klar, dass dieser bereits in den Ferien weilt. Auf originelle Weise wurde so die Abfolge der Feier «elektronisch» moderiert. Im zweiten Teil übernahmen dann aber doch zwei Lehrabgänger die Moderation: Ramona Allenspach und Dario Moro.

Teamplayer allen voran
Als erstes wurden nicht die Absolventen mit den besten Noten, sondern die Teamplayer der sieben Klassen ausgezeichnet. Dabei standen Werte wie Fairness, Hilfsbereitschaft und Klassengeist im Vordergrund. Jeder Schüler hatte drei Punkte zu vergeben. Wer am meisten Punkte auf sich vereinigte, war zum Teamplayer erkoren. Es sind dies Timo Gämperle (Polymechaniker G, Stihl Kettenwerk, Wil), Aleksander Babic (Polymechaniker G, Bühler, Uzwil), Granit Krasniqi (Anlagen- und Apparatebauer, Leutenegger, Bettwiesen), Reto Frei (Anlagen- und Apparatebauer, Hungerbühler, Arnegg), Marco Roth (Konstrukteur, Robofact, Gossau), Ramon Suter (Konstrukteur, Bühler, Uzwil) und Silvan Inauen (Polymechaniker E, Fisba, St. Gallen).

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Joachim Zappa hielt die Festrede: «Die Türen stehen Ihnen offen. Machen Sie das Beste draus.»

Veränderte Ausbildungsinhalte
Vor 34 Jahren habe er selber die Lehre als Mechaniker beendet, begann Joachim Zappe, Geschäftsführer des Stihl Kettenwerks in Wil, seine Ansprache. Er habe die Lehrzeit in guter Erinnerung, trotz der Blasen an den Händen vom Feilen. Mit der Zeit aber habe er zum Stahl ein gutes Verhältnis aufgebaut, was im bei der Führung des Kettenwerks mit hauptsächlicher Stahlverarbeitung zugutekomme. Die Ausbildungsinhalte hätten sich allerdings seit seiner Lehrzeit grundlegend verändert. Die Lehrabsolventen seien mit modernen Technologien bis hin zum Umgang mit Robotern vertraut gemacht worden.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken
Über 2000 Unterrichtslektionen hätten die Diplomanden im Berufsschulunterricht genossen, resümierte der Redner, und auch in der Ausbildung in den Betrieben Durchhaltevermögen bewiesen. Jetzt warte der berufliche Alltag, in welchem Lernen nie aufhöre. Die Firma Stihl sei bestrebt, möglichst vielen ihrer Lehrabgänger eine Anstellung zu bieten. So wolle sie dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Joachim Zappe betonte ausserdem, es sei wichtig, dass auch Frauen in technischen Berufen ausgebildet würden.

Schliesslich rief er die Diplomanden auf, die Zukunft des Produktionsstandortes Schweiz mitzugestalten.: «Es stehen Ihnen viele Türen offen. Machen Sie das Beste draus.»

Absolventen mit besten Abschlussnoten
Berufsbezogen wurden je jene drei Absolventen ausgezeichnet, welche die höchsten Durchschnittsnoten erreicht haben.

Bei den Polymechanikern Profil G sind dies: Timo Gämperle (5.1), Daniel Kadic (4.9) und Leon Katalenic (4.9).

Anlagen- und Apparatebauer: Thomas Wild (5.6), Ramon Rickenbacher (5.2) und Remo Langenegger (5.1).

Polymechaniker, Profil E: Moritz Koster (5.5), Mathias Angehrn (5.3) und Silvan Inauen (5.2).

Konstrukteure: Jeanot Zubler (5.6), Andreas Giezendanner (5.6) und Marco Roth (5.6).

Mehrfacher Schweizermeister
Besondere Erwähnung fand auch der frisch gebackene Anlagen- und Apparatebauer Hamid Ramazani. Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend. Zum einen ist er erst vor acht Jahren in die Schweiz gekommen. Sein Vater war in Afghanistan für eine amerikanische Firma tätig, geriet ins Visier der Taliban, und die Familie musste flüchten. Vier Jahre nach seiner Einreise begann Hamid die Lehre und hat sie nun erfolgreich abgeschlossen. Ausserdem ist er sportlich aktiv und ist mehrfacher Schweizermeister im Teak Won Do.