Was unter der Federführung der Berufs- und Laufbahnberatung Wil gleich wie in den letzten Jahren ablief, war die grosse Professionalität, mit der die Veranstaltung aufgegleist wurde. Obwohl es aufgrund der Corona-Krise dieses Mal nach einer Umsetzung eines peniblen Hygiene-. Contract-Tracing- und Führungskonzeptes verlangte, um den Berufsbildungsanlass für Jugendliche durchführen zu können, lief am Ende alles wie am Schnürchen. Nicht weniger als 63 Betriebe aus Wil und Umgebung nutzten die Chance, um ihr vielfältiges Angebot den Oberstufenschülerinnen und -schülern an Ständen und an Berufswahlpodien – letztere fanden im Cinewil zu Themen wie Schnupperlehre, Bewerbung und Lehrlingsselektion statt – zu präsentieren.

Da stündlich für den Rundgang nur 150 Personen zugelassen waren, die sich schon zuvor online für eine fixe Stunde, zum Beispiel von 9 bis 10 Uhr, angemeldet haben mussten, um eingelassen zu werden, ging es im Stadtsaal gesittet zu und her. Was auch daran lag, dass das Lehrstellenforum erstmals über den ganzen Tag – von 8.30 bis 16 Uhr – ausgedehnt wurde. In früheren Jahren war der Berufsinfo-Event bereits zur Mittagsstunde wieder Geschichte. Wo also noch letztes Jahr Hunderte gefühlt binnen Minuten den Stadtsaal füllten, konnte am Samstag vom emsigen Gewusel nicht die Rede sein, verteilten sich doch die Besucher an den Ständen.



Diehl: «Wir waren komplett ausgebucht»

Die Aussteller selbst bewerteten den erreichten Effekt unterschiedlich. René Schneider von der Firma Stihl fand, dass «die Qualität der Gespräche in diesem Format besser ist, da sich die Jugendlichen schon im Vorfeld Gedanken machen mussten, welche Prioritäten sie haben, was sie wirklich interessiert». Im Gegensatz dazu lief für Richard Decurtins, Leiter des Nachwuchsmarketings bei Gastrosuisse, eindeutig zu wenig: «Ich finde es besser so wie es bis anhin war, wenn die Leute in grosser Zahl zu unserem Stand kommen. Heute kommen auf einmal relativ viele, dann wieder über eine ganze Zeit eher wenige». Fabio Färber, der als stellvertretender Leiter des städtischen Personaldienstes jene Berufe vorstellte, in denen Wil Berufsnachwuchs ausbildet, meinte hingegen, «dass es sich heute einfach gut verteilt. Aber weniger als in den letzten Jahren werden wir nicht angesprochen». Auch Annemarie Diehl, Leiterin der Berufs- und Laufbahnberatung Wil war bereits am frühen Nachmittag guter Dinge: «Es hat sich gezeigt, dass das Konzept sich bewährt hat. Die sieben einstündigen Slots waren komplett ausgebucht, so dass wir am Ende 1050 Besucher zählen konnten, was für uns ein toller Erfolg ist».