«Unser Degersheim ist ein landschaftlich reizvoll gelegenes Dorf mit hoher Lebensqualität, guten Infrastrukturen und kulturellen Einrichtungen. Es ist ein lebendiges Dorf mit vielfältigen Arbeitsplätzen, das gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist. In unserem gepflegten Lebensraum fühlt sich die Bevölkerung sicher und wohl und beteiligt sich aktiv am gesellschaftlichen Alltag». Diese Sätze hat der Gemeinderat als oberste Leitgedanken definiert. Mit diesen Leitgedanken wolle der Degersheimer Gemeinderat nicht nur zeigen, dass er nicht nur Ziele habe, der er selbständig realisieren könne. Er sei gewillt, «sich für den Erhalt des Bestehenden einzusetzen aber auch viel Neues zuzulassen». 

Gegliedert ist das Strategiepapier «Degersheim 2030» in neun Teilbereiche, für welche mindestens je ein Ziel definiert wurde. Für die Erreichung der Ziele sind jeweils verschiedene Massnahmen festgehalten. «Im Rahmen der Legislaturplanung setzen wir die Prioritäten dieser Massnahmen und konkretisieren diese», erklärt Gemeindepräsidentin Monika Scherrer. Und weiter: «Dies wird eine der ersten Arbeiten des Gemeinderates zu Beginn des nächsten Jahres sein». Das Dokument sei aber nicht nur für die Ausarbeitung der Legislaturziele wichtig. «Es hilft uns auch, dass wir das grosse Ganze im Auge behalten und bei der Verfolgung einzelner Ziele nicht andere beschneiden», erläutert Monika Scherrer.

Einige Ziele wurden bereits erreicht

Bei der Erarbeitung von «Degersheim 2030» zeigte sich, dass im Vergleich zur Vorgängerversion «Degersheim 2020» bereits viel erreicht worden ist und bei mehreren Vorhaben eine Basis besteht, auf der aufgebaut werden kann. Als Beispiel wird dabei der Ausstieg aus dem Finanzausgleich und damit einhergehend die erste Steuerfusssenkung. Diese Ziele seien bereits zwei Jahre früher als geplant umgesetzt worden. Aber auch mit der geglückten Sanierung des Oberstufenschulhauses wurde ein weiterer Schwerpunkt abgehakt.

Auf dem Erreichten ausruhen möchte sich der Gemeinderat jedoch nicht. «Eine kontinuierliche Steuersenkung und Entschuldung ist dem Gemeinderat ebenso wichtig, wie eine moderne, schlanke und dienstleistungsorientierte Verwaltung oder die Beibehaltung der diversen kulturellen Veranstaltungen», wird in einer Medienmitteilung erklärt. Auch bei der Schule, den Angeboten der familienergänzenden Kinderbetreuung, der Krankenpflege oder bei den Bemühungen für den Erhalt der Arbeitsplätze wolle der Gemeinderat auf dem Bestehenden aufbauen.

Sich Gehör verschaffen

Oftmals sind die Gemeinden von Entscheiden Dritter abhängig. So zum Beispiel bei der Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Viele Ziele sind entsprechend darauf ausgerichtet, Grundlagen zu schaffen oder sich bei übergeordneten Stellen einzusetzen. «Gerade im Hinblick auf die Anbindung an den öffentlichen Verkehr oder die Verbesserung von Verkehrssituationen ist es wichtig, dass man sich beim Kanton immer wieder Gehör verschafft», weiss Monika Scherrer. 

Das Strategiepapier ist auf der Homepage der Gemeinde einsehbar.