Bereits Ende Oktober haben die Wiler und Sirnacher bekanntgegeben, dass sie im kommenden Jahr auf die närrische Zeit verzichten. Sowohl der Fastnachtsgesellschaft Wil (FGW) als auch der Fasnachtsgruppe aus Sirnach ist es in der aktuellen Corona-Situation einfach ein zu grosses Risiko. Obwohl am Mittwoch, 11. November, um 11.11 Uhr der Fasnachts-Beginn eingeläutet wurde, haben sich die Organisatoren der Leggenwiler Fasnacht noch nicht definitiv entschieden. «Wir warten noch ab», sagt Severin Löhrer, Präsident der Lenggenwiler Fasnacht, die im Jahr 2021 zum 43. Mal stattfinden sollte. In ein bis zwei Wochen wolle das Organisationskomitee entscheiden, was mit dem traditionellen Fastnachtsumzug im kommenden Jahr geschehe. Schliesslich müssten auch die Wagenbauer wissen, ob sie mit der Planung starten sollen. «Für die Entscheidung, was mit den Abendanlässen während der Fasnachtszeit passiert, lassen wir uns sogar noch länger Zeit», so Löhrer. Man wolle beobachten, wie sich die Lage mit der Coronavirus-Ausbreitung weiter entwickle.

«Der einfachste Weg ist, die Fasnacht komplett abzusagen», betont Löhrer. Doch bei den Lenggenwiler Fasnachts-Fans sterbe die Hoffnung zuletzt. Deshalb habe sich das OK für den schwierigeren und aufwendigsten Weg entschieden. «Sollten wir die Fasnacht komplett durchziehen, wissen wir noch nicht wie wir sie unter den angeordneten Schutzmassnahmen durchführen und wie wir das ganze im Griff haben könnten», führt der Lenggenwiler Fasnachtspräsident weiter aus, «die Diskussionen laufen noch». Denn alleine letztes Jahr besuchten über 15 000 Personen den Umzug in Lenggenwil. «Eine Durchführung würde aber einen enormen Mehraufwand für uns bedeuten.» Fasnachts-Fans dürften nun mit Hochspannung auf den Entscheid aus Lenggenwil warten.