«Dieser Unterschied ist sehr wichtig, da die Abgabe zweckgebunden ist. Denn: Mit dieser Abgabe werden weder Strassen gebaut noch Löhne der Gemeindeangestellten erhöht, sondern einzig und allein der Fonds für das Energieförderprogramm geäufnet.

Jeder und jede kann und soll diese Abgabe möglichst tief halten, in dem er möglichst wenig Energie braucht – genau dies ist der Sinn dieser Abgabe! Lieber Anreize setzen anstatt Verbote erlassen. Der Erlös der Abgabe fliesst wieder zurück an die Bevölkerung mittels Energieförderprogramm – eine Win-Win-Situation!

Kritiker monieren, dass vor allem Liegenschaftseigentümer profitieren und Mieter nur sehr wenig. Dies liegt in der Natur der Sache, da kostspielige Investitionen in die Infrastruktur wie neue Fenster, bessere Isolation oder PV-Anlagen Aufgabe des Eigentümers sind. Sobald der Eigentümer eine effizientere Heizung einbaut, profitiert auch der Mieter, weil dieser weniger Nebenkosten bezahlen muss. Zudem ist die Abgabe mit rund Fr. 1.50 pro Person und Monat sehr tief und für jede und jeden bezahlbar.

In der jetzigen weltpolitisch unsicheren Lage ist es gerade besonders wichtig, unsere Energieabhängigkeit vom Ausland zu verringern. Diese neue Abgabe ist zwar ein Puzzleteil dazu, denn es braucht weiterhin sehr viel Eigeninitiative von vorausschauenden und eigenverantwortlich handelnden Bürgern und Behörden, damit unsere Energieversorgung zukunftsfähig wird und verlässlich bleibt. Ich stimme deshalb am 1. Advent aus Überzeugung JA zum Reglement Energieförderprogramm und unterstütze das pragmatische Vorgehen unseres Gemeinderates.»

Johannes Wagner, Ganterschwil