«Bauprojekte werden gemäss Richtlinie jährlich mit 200'000 Franken aus dem allgemeinen Gemeindebudget unterstützt. Da das Förderprogramm auf grossen Anklang stösst, wurde am 5. April 2022 eine zusätzliche Mittelbeschaffung durch eine neue, kommunale Steuer auf Gas und Strom beschlossen. Dies wurde im Mitteilungsblatt vom 5. Mai 2022 in unverständlichem Beamtendeutsch veröffentlicht. Dank dem erfolgreichen Referendum kommt es am 27. November 2022 zur Volksabstimmung.

Doch die Preise für Strom, Gas und andere Energieträger belasten die Portemonnaies von Bürgerinnen und Bürgern, wie auch von Unternehmen, schwer. So steigt 2023 in Bütschwil der Strompreis um 530 Franken pro Haushalt und Jahr! Obendrauf kommt jetzt noch die neue Strom- und Gassteuer von jährlich 70 Franken. Die neue Steuer der Gemeinde kommt also zum falschen Zeitpunkt. Die Unterstützung von alternativen Energieträgern ist in der Bevölkerung da, die Bürgerversammlung vom 24. März 2022 hat dies gezeigt. Doch können beispielsweise Mieter sowie Stockwerk- und gewisse Hauseigentümer gar nicht vom Energieförderprogramm profitieren. Deshalb ist die neue Steuer der Gemeinde der falsche Weg. 

Als Alternative könnte zum Beispiel mit der geplanten Sanierung des Hallenbades Bütschwil ein Bürgerbeteiligungsmodell geprüft werden, wie jenes der Stadt Wil mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Eishalle Bergholz. Die heute bestehenden, jährlichen 200'000 Franken für die Energieförderung sind gut und sollen weitergeführt werden. Trumpf sind aber freiwillige und unbürokratische Lösungen statt neuer Steuern. Deshalb schreibe ich am 27. November 2022 Nein auf den Stimmzettel.»

Andreas Klingler, 9608 Ganterschwil