«Auf Seite 3 standen vier Baugesuche für neue elektronische Ortseingangstafeln. Sie werden die heutigen Tafeln ohne Stromanschluss ersetzen. Dabei leuchten sie vermutlich an 365 Tagen bei Tag und Nacht. Deren Stromverbrauch ist so gross wie derjenige von 5 Haushalten. Gross ist auch der Widerspruch: Die Gemeinde ruft zum Stromsparen auf, gleichzeitig werden «Stromfressertafeln» gebaut.

Zum Schluss folgt auf Seite 3 die Ankündigung, dass am 27. November 2022 über das neue «Reglement Energieförderprogramm» abgestimmt wird. Hauptpunkt davon ist die neue Strom- und Gasabgabe von 140'000 Franken, umgerechnet 70 Franken Mehrkosten pro Haushalt und Jahr. In der Abstimmungsbroschüre steht, dass damit ein sparsamer Stromverbrauch angestrebt wird. Auch das ist wenig glaubwürdig: Die Gemeinde steigert den eigenen Stromverbrauch mit elektronischen Tafeln, will aber gleichzeitig die Einwohner überzeugen, mit dieser neuen Abgabe ihren Strombedarf zu senken.

Die Widersprüche gehen noch weiter. Viele Einwohner und Gewerbebetriebe setzen für die Umwelt ein und schaffen sich eine Luft-Wärme-Pumpe oder eine Erdwärmepumpe an. Doch mit dieser neuen Abgabe werden sie durch den Strompreisanstieg sogleich bestraft. Die Strom- und Gasabgabe ist ohnehin unnötig: Erstens steigt kommendes Jahr in Bütschwil der Strom um 60 %. Das sind 540 Franken mehr pro Haushalt. Da spart die Bevölkerung freiwillig Energie. Zweitens stehen heute schon jährlich 200'000 Franken für die Energieförderung im Budget bereit. Dieser Betrag steht auch weiterhin zur Verfügung.

Machen wir es deshalb wie Lütisburg, Mosnang, Wattwil und Hemberg: Führen wir erst gar keine Strom -und Gassteuer ein. Nutzen Sie Ihr Stimmrecht, stimmen Sie NEIN zum Reglement Energieförderprogramm.»

Thomas Scherrer, Freudenau 756, 9608 Ganterschwil

Elisabeth Schönenberger, Kapf 1077, 9606 Bütschwil

Gerhard Holenstein, Ulrichenwiese 4, 9608 Ganterschwil

Fabienne Bachmann, Feldeck 17a, 9615 Dietfurt