Die Kosten von 2,34 Millionen Franken für die Überdachung der Gegentribüne im Stadion Bergholz wurde vom Parlament genehmigt. Die juristische Person FC Wil 1900 AG (Profi-Betrieb) hat einmal mehr den Stadtrat und auch das Parlament mit der Jugendarbeit, die diese AG aus meiner Sicht nicht leistet, einbalsamiert. Mit geschickten Posts auf Social Media und/oder Zeitungsartikeln, wird suggeriert, dass der «FC Wil» ein Gebilde ist!

Die AG verkauft sich mit dem Verein FC Wil 1900 (Breitensport), obwohl es, aus meiner Sicht, wenig Berührungspunkte gibt. Wenn ich die Homepage  aufsuche, gibt es dort doch einige Vakanzen. Ich habe schon gehört, dass Jugendliche andere Vereine suchen mussten, weil man keine Trainer mehr hatte. Meines Erachtens sieht man klar, dass die AG dem Verein Breitensport nicht hilft. Die AG übernimmt Talente, wahrscheinlich zum Nulltarif, um diese dann später, möglichst teuer zu verkaufen. Talente werden aber auch von umliegenden Vereinen übernommen, solange sich diese Talente positiv entwickeln, dürfen diese bei der FC Wil 1900 AG bleiben, ansonsten werden diese wieder zurückgeschickt.

Der FC Wil 1900 AG ist ein kommerziell geführter Fussball-Club, der nach eigenen Angaben in der Saison 2019/2020 22 Spieler Zugänge hat. Bei diesen 22 Spielern sind 2 Spieler aus dem FC Wil 1900 (Breitensport). Diese Spieler will man weiterentwickeln und nachher möglichst teuer verkaufen. Die AG schimpft sich damit «Ausbildungsverein», für mich ist dies eher ein Handelsbetrieb.

Persönlich glaube ich, dass die Stadt die Ressourcen für dieses Projekt sicher zur Verfügung stellen wird, damit diese Überdachung auch zeitgerecht ausgeführt wird. Andere städtische Projekte können dann warten. Ich bin mir auch sicher, dass die noch zu ersetzende Lichtanlage für das Stadion Bergholz beim Stadtrat und Parlament auf offene Ohren stossen wird.

Den einzigen Pluspunkt sehe ich in der PV Anlage. Auch wenn diese Überdachung von Zuschauern wahrscheinlich nicht genutzt wird, produziert diese wenigstens Solarstrom. Dies befürworte ich sehr!

Marcel Malgaroli, Wil