Am 15. Mai stimmen wir in Uzwil über den Beitritt zum Abwasserverband Thurau und den Kredit für den Bau der neuen Abwasserreinigungsanlage in Niederuzwil ab. In diesem Zusammenhang zirkulieren einige ungenaue Informationen die ich richtigstellen möchte.

Uzwil, Jonschwil, Uzwil, Wil und Zuzwil sowie der Abwasserverband Uzwil haben bereits vor Jahren eine engere Zusammenarbeit beschlossen und das Projekt der regionalen ARA in Niederuzwil ist das Resultat davon. Mit der neuen ARA Thurau wird eine hochmoderne ökologische Vorzeige-Anlage geschaffen. Die ARA erhält eine vierte Reinigungsstufe, welche dem Abwasser der gesamten Region die Mikroverunreinigungen entzieht. Somit wird das gereinigte Abwasser eine deutlich höhere Qualität haben als das heute der Fall ist.

Der Zusammenschluss der heute bestehenden Anlagen macht Sinn, wie sich auch bei ähnlichen Projekten anderswo in der Schweiz zeigte. Vor allem die Betriebskosten einer gemeinsamen Anlage sind deutlich tiefer als bei Alleingängen. Dasselbe gilt für die Investitionskosten künftiger Sanierungen und Nachrüstungen.

Das Verkehrsaufkommen wird im Betrieb der neuen ARA nicht grösser sein als heute. Während der Bauphase gibt es wie bei jeder Baustelle natürlich vorübergehend Mehrverkehr. Der jetzige Verkehr durch die Marktstrasse ist stand heute schon erheblich und hat nach Inbetriebnahme der neuen ARA Thurau kaum eine Auswirkung. Die Geruchsbelastung durch die ARA Thurau wird aufgrund ihrer modernen Bauweise geringer ausfallen als jene der heutigen ARA Niederuzwil, obwohl sie deutlich grössere Abwassermengen verarbeiten wird. Die kritischen Bauteile werden eingehaust, die Abluft abgesogen und gefiltert.

Ebenfalls ist festzuhalten, dass bei einem Nein zur Vorlage die ARA Uzwil selbst Sanierungsbedürftig ist und dies zu Mehrkosten gegenüber einem Zusammenschluss führen wird. Und – entgegen der verbreiteten Falschaussage – die neuen Zuleitungsrohre von Wil via Zuzwil und Henau werden nicht durch die Grundwasserschutzzonen entlang der Thur geführt!

Uzwil spart nicht nur bei den Betriebskosten sondern bekommt einen Standortbeitrag von 5 Mio. CHF und kann den Unterhalt von Kanälen und Pumpwerk im Wert von rund 3 Mio. CHF dem Abwasserverband übertragen. Zudem erhält die Gemeinde für den Verkauf des ARA-Grundstücks 8.9 Mio. Franken. Deshalb ist es für mich logisch, dass ich am 15. Mai Ja zur neuen ARA sagen werde und dies auch den Stimmbürgerinnen Und Stimmbürgern der Politischen Gemeinde Uzwil empfehle.