Wer am Sonntagmorgen in Wil und Umgebung mit dem Hund spazieren geht, wird sehr wahrscheinlich schon mal an Plätzen vorbeigekommen sein, wo der Abfall neben, statt im Eimer liegt. Dieses Littering-Problem beschäftigt die Stadt nun schon eine Weile. In der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Wil wenn…» regen sich wöchentlich Bürger darüber auf, dass der Abfall nicht entsorgt wurde. Dabei werden Orte, welche zum Verweilen einladen verschmutzt und sorgt bei der Stadt dafür, dass sie Mitarbeiter abstellen muss, um den Abfall aufzuräumen.

Stadtrat soll die Sache überprüfen

Marcel Malgaroli von der FDP sieht hier ein Problem, welches anzuschauen ist. Er hat das Gefühl, dass an Orten, welche zum Verweilen einladen sollten zu wenig Abfalleimer stehen oder diese eventuell nicht am richtigen Platz stehen. Malgaroli sagt: «Ich weiss nicht, ob mehr Mülltonnen oder eine andere Platzierung das Littering-Problem lösen wird, aber es sollte definitiv von der Stadt überdacht werden.» Konkret will er in seiner Anfrage an den Stadtrat wissen, ob die Platzierungen und die Anzahl der Abfallbehälter mit den Bedürfnissen der Bevölkerung noch immer übereinstimmen.

Zudem stellt er die Frage, ob die Kosten für die stetigen Aufräumaktionen der Stadt nicht teurer sind, als wenn einfach mehr Abfalleimer aufgestellt werden. «Das Ziel ist eine saubere Stadt.», erläutert Malgaroli. «Mann muss natürlich nicht nur mehr Abfallkübel aufstellen, sondern auch die richtigen Behälter.» Der Stadtparlamentarier gibt hier das Beispiel von Pizzakartons an, welche in keinen Abfalleimer passen. Laut Malgaroli gäbe es in Winterthur schon Eimer, welche extra dafür gemacht sind.