Die Kultur-Legi bietet Menschen mit tiefen Einkommen Zugang zu ausgewählten Angeboten des öffentlichen Lebens. Sie ist ein Mittel gegen Ausgrenzung von finanzschwachen Einzelpersonen und Familien und fördert auf diese Weise den sozialen Frieden. Nur: In Wil ist diese Kultur-Legi wenig bekannt. In gerade einmal fünf Institutionen wird sie akzeptiert und sorgt für Vergünstigungen: in der Stadtbibliothek, dem Momoll-Theater, der Tonhalle, dem Gare de Lion und dem Cinewil.

Das Angebot muss bekannter und breiter abgestützt werden. Das findet Stadtparlamentarierin Silvia Ammann (SP), die zusammen mit 14 Mitunterzeichnenden eine entsprechende Interpellation eingereicht hat. Nun liegt die Antwort des Stadtrates vor. Und auch dieser erachtet das Kultur-Legi-Angebot aus «ausbaufähig». Bis anhin werden Menschen, die Unterstützungsleistungen von den Sozialen Diensten erhalten, im persönlichen Gespräch auf die Kultur-Legi aufmerksam gemacht. Nach Schätzungen der Sozialen Dienste Wil besitzt rund jeder zweite Klient eine entsprechende Karte. Menschen, die nicht oder noch nicht von finanzieller Sozialhilfe abhängig sind oder sich nicht selbständig bei den Sozialen Diensten melden, kennen das Angebot hingegen kaum.

Um die Kultur-Legi bekannter zu machen, will der Stadtrat das Angebot auf seinen Kommunikationskanälen aktiver bewerben. Zudem will er das Thema vermehrt in die Diskussion mit Kulturanbietenden einbringen, um diese für die Kultur-Legi zu sensibilisieren. Kommunikations- und Austauschgefässe wie das Kulturcafé oder der Newsletter Kultur sollen verstärkt zur Informationsvermittlung der Kultur-Legi genutzt werden.