Moderator Roland P. Poschung erkundigte sich nach der Begrüssung zuerst nach dem Wohlbefinden der Besuchenden und ob die Grippewelle bei allen gut vorbei gegangen sei. Dann leitete er auf Regierungschef Adrian Hasler und Magier Peter Marvey über: Was passiert, wenn sie plötzlich krank sind? Sie erklärten, dass Krankheiten zum Leben gehörten und auskuriert werden sollten. «In der Regierung sind wir gut organisiert. So können wir dank Stellvertretungen mit den Geschäften weiterwirken», sagte Hasler. Magier Marvey zeigte seine unternehmerische Verantwortung bei Shows auf, die möglichst immer über die Bühne gehen müssen: «Natürlich kann es im schlimmsten Fall Absagen geben. Wir Künstler wollen aber den Kontakt zum Publikum. Versicherungen habe ich deswegen nicht.»

Zornig und verstörte Menschen

Persönliche Themen wechselten sich in der Folge. Da der Regierungschef Adrian Hasler an der HSG studierte, Finanzexperte bei einer Privatbank, dann Politiker und Polizeichef der Landespolizei wurde, kam die Rede auf die Credit Suisse und die Entlassung vom CEO Thiam, der eine Abfindung von rund 30 Millionen Franken erhielt. Nicht nur für Hasler, speziell auch für Kleinsparer sind solche Vorgehen unverständlich. Zumal keine Sparzinsen mehr ausgeschüttet werden.

Auch Illusionist Marvey zeigte sich desillusioniert: «Leider kann ich nicht Geld herbeizaubern. Aber immerhin konnte ich für schönes Wetter sorgen», lachte er. Ein weiteres Thema waren die Aussagen von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, der die Welt in Flammen sieht. Noch nie seien die geopolitischen Spannungen in diesem Jahrhundert so hoch und gefährlich gewesen. Immer mehr Regierungen träfen unvorhersehbare Entscheidungen mit unvorhersehbaren Konsequenzen. Die Menschen seien zornig und verstört. So könne es nicht weitergehen.

Die nächste Talkrunde ist am Sonntag, 22. März, 10 Uhr, mit Astronaut Claude Nicollier sowie Bruno Zanga, Kommandant Kantonspolizei St. Gallen.

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Zum ersten Mal kam ein ausländischer Regierungschef und ein Magier ins «Persönlich im Hof zu Wil». Zur Erinnerung an diesen  Anlass wurde diess Gruppenbild gemacht.