Im Moment ringt man in China mit allen Mitteln um die Durchführung der olympischen Winterspiele. Die Fussball-WM in Katar warf schon unerträgliche Schatten im Voraus und steht nach wie vor im Schatten. Die Fussball-EM im Sommer 2021 zeigte auf, dass plötzlich die Regeln der Verbände über den demokratischen Vorgaben von Ländern stehen. Oder, dass wie gerade in jüngster Zeit, eigensinnige Sportler nicht dieselben demokratischen Vorgaben einhalten wollen, wie Otto Normalverbraucher.

Mit grosser Genugtuung nahm man zur Kenntnis, dass sich die internationale Tenniswelt einsetzte für die zum Schweigen gebrachte chinesische Tennisspielerin Peng Shuai und China sanktionierte. China zeigte zwar eine ärgerliche Fassade, aber kann das locker ausstehen und wegstecken. Wer weiss heute, was nun wirklich passierte und wo sich die Spielerin jetzt befindet? Bereits alles vergessen? Ich denke ja, denn China kann warten und lässt das Gras darüber wachsen – und die Sportwelt schweigt.

Nun sorgte Novak Djokovic für Rummel! Es ist sein gutes Recht sich nicht impfen zu lassen und seine legitimen Rechte einzufordern. Nur, wenn der gute Herr Djokovic lügt, schummelt und dies mit einer ätzenden Arroganz, dann muss er sich nicht wundern, dass er kaum einen Beliebtheits-Grand-Slam gewinnt.

Wo bleibt da das Vertrauen, um solchen Spitzensportlern, Funktionären und Politikern zu trauen, wenn von ihnen allesamt über den Tisch gezogen werden? Hut ab vor Australien, das nicht weich wurde und die gegebenen Gesetze und Vorschriften durchzog.

Mir tun die vielen Spitzensportler leid, welche sich jahrelang aufopfern, um an olympischen Spielen, Europa- oder Weltmeisterschaften teilnehmen zu können und sich dann von teilweise korrupten, geldgierigen Funktionären, diktatorischen Organisatoren und Politikern sowie dubiosen Machenschaften diktieren lassen müssen. Kommt noch dazu, dass Sportlerinnen und Sportler zu ihren Meinungen gefragt werden, obwohl sie (mit Ausnahme von Djokovic) zu den angerichteten Scherbenhaufen nichts beigetragen haben und schon fast Mittel zum Zweck sind. Sie möchten ganz einfach ihre Leistungen zeigen, die Atmosphären geniessen und bei den Besten mit dabei sein. Dafür setzten sie sich ein und trainieren hart!

Genauso wie die Mädchen und Jungs auch in unserer Region, welche sich gerne sportlich bewegen, die Besten der Sportwelt als Vorbilder bewundern und ihnen nacheifern möchten. Wenn es aber hinter den Kulissen schon fast kriminell her und zugeht und nicht alle Funktionäre und leider auch die Sportlerinnen und Sportler selbst als Vorbilder agieren, werden viele sportliche Träume schon früh zerstört. Oder ist ein Spitzensportfunktionär wie FIS-Präsident und Milliardär Johan Eliasch noch glaubwürdig und ehrlich, wenn er bestimmt Reglemente nicht einzuhalten, nur weil er Vorstandsvorsitzender von genau der Ski- und Sportartikelfirma ist, mit deren Latten sein Spitzenfahrer unterwegs ist?