In Oberuzwil sorgte Anfang Woche ein fremder Mann bei den Primarschülern und deren Eltern für ein ungutes Gefühl. Tangiert war das Schulhaus Breite. Am Montag- und Dienstagmittag wurden zwei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren auf dem Schulweg von einem Mann kurz angesprochen. Dies geht aus einem Brief hervor, der am Dienstag an alle Eltern vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse übermittelt worden ist. Darin ist auch zu lesen: «Der Mann versuchte in beiden Fällen, eine Mütze respektive eine Kapuze zu berühren oder zu entreissen.» Die Mädchen hätten vorbildlich reagiert, seien weggelaufen und hätten ihre Eltern entsprechend informiert, schreibt die Schule weiter.

Die Polizei wurde in beiden Fällen rasch eingeschaltet. Diese war am Dienstagnachmittag vor Ort, um mit der Schulleitung die beiden Zwischenfälle zu besprechen. Auch die Aussagen der beiden Mädchen wurden aufgenommen. Zudem war die Polizeipräsenz auf den Schulwegen erhöht worden.

Doch nun gibt es Entwarnung. Die Polizei konnte einen 61-jährigen Mann identifizieren, der gestanden hat, die Mädchen angesprochen zu haben. "Er handelte ohne böse Absicht und war sich seines Verhaltens nicht bewusst. Es ist nichts Strafrechtliches vorgefallen und es wird auch nicht gegen den Mann ermittelt", sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen.