Am 11. September trafen sich 18 Männerriegler rechtzeitig im Regionalzug nach Winterthur, von wo es weiter Richtung Bern – Schwarzenburg in den Naturpark Gantrisch/Gurnigel ging. Ein für die meisten Teilnehmer wenig bekanntes Gebiet sollte erwandert und kennengelernt werden. Die Fahrt war sehr kurzweilig, wurden doch schon früh ein währschaftes Plättli und Getränke angeboten. Ab Schwarzenburg führte uns das Postauto durch eine herrliche Hügellandschaft und grosse Waldgebiete zur Unteren Gantrischhütte, dem Startpunkt der Bergwanderung. Während einige Teilnehmer eine kürzere Variante wählten, nahm das Gros der Männerriegler die längere Tour in Angriff. Von der Gantrischhütte führte der Aufstieg vorbei am Gantrischseeli, welches nicht als badewürdig beurteilt wurde, hinauf zum Morgetepass. Vom anfänglichen Sonnenschein war bald nichts mehr zu sehen und nach und nach staute sich der Nebel an den Berggipfeln der Gantrischkette. Die Wandergruppe staunte nicht schlecht über den Kiosk auf der Passhöhe. Angeboten wurden Getränke und Leckeres aus der Region. Anschliessend sollte der Aufstieg zum Gantrisch in Angriff genommen werden. Nur zwei Teilnehmer entschlossen sich für die Gipfelvariante, die übrigen nahmen den Weg südlich des Gantrisch zum Leiterepass. Die zwei Gipfelstürmer konnten oben angekommen wohl ein Selfie machen, der Bildhintergrund war aber Grau in Grau. Ab dem Leiterepass stieg die Gruppe zur Alpwirtschaft Obernünene ab, wo nach Versprechungen der Reiseleitung dann genügend Zeit zum Einkehren und für die Zwischenverpflegung gewesen wäre. Doch welche Enttäuschung: Geschlossen wegen Alpabfahrt! Drei Jäger, die vor Ort waren und einen Schlüssel zum Keller hatten, halfen notdürftig aus der Patsche. Im Anschluss wanderten die Männer in zügigem Schritt via Wasserscheide – Schüpfeflue zum Tagesziel, dem Hotel Schwarzenbühl. Unser Kommunikationsverantwortlicher verstand es ausgezeichnet, die Reisegruppe gut einzuführen und beste Kontakte zu unseren GastgeberInnen zu knüpfen. Mit einem ausgiebigen Nachtessen und bei gemütlichen Zusammensein liessen die Männerriegler den Tag ausklingen.

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Frisch gestärkt wurde am Sonntagmorgen der Aufstieg zum Gäggersteig in Angriff genommen. Nach dem Sturm Lothar, der in diesem Bereich besonders gewütet hatte, liess man umgeknickte und entwurzelte Bäume liegen. Vom imposanten Aussichtssteg aus kann man die Waldentwicklung und Regeneration der Natur gut nachverfolgen. Eine Superaussicht auf die Berge blieb leider verwehrt, der Blick Richtung Schwarzenburgerland, Mittelland und Jura war glücklicherweise etwas besser. Nach einer kurzen Rast in Rippenmatt, nahmen die Wanderer das letzte Ziel, das Guggershorn bei Guggisberg in Angriff. Der Aufstieg wurde mit einer tollen Rundsicht von der Aussichtsplattform auf dem Nagelfluhberg belohnt. Übrigens ‚sVreneli abem Guggisberg wurde noch gefunden – als Statue beim Dorfbrunnen.

Zufrieden und voller neuer Eindrücke kehrte die Reiseschar in die Ostschweiz zurück.