In der Lokremise Wil bot sich die Gelegenheit für eine kulinarische Reise in mehrere Kontinente und das auf wenigen Quadratmetern. Die Anbieter warben beim ersten Wiler Street Food Festival um die Gunst der Besucher und diese mussten sich entscheiden, was ihnen schmeckt - 18 kulinarische Angebot am Stück waren kaum zu schaffen.Freunde der amerikanischen Küche kamen bei „Hot Doggy“ auf ihre Kosten. Seine Botschaft: Man kann nicht nur aus Burgern viel machen. Oder wie wäre es mit Schweinefleisch, dass vorher 16 Stunden im Rauch gegart wurde? Das Ergebnis ist ein aussergewöhnlicher Geschmack und amerikanische Tradition. Aber auch die Italiener können Burger, spätestens wenn der bekannte Fernsehkoch Alfons Schuhbeck bei der Entwicklung von Büffel-Burgern mitwirkt.


Peruanische Donats
Ceviche ist ein peruanisches Nationalgericht und Picaronen sind nicht weniger beliebt. Die Süsskartoffeln im Kürbisteig mit Rohrzucker-Honig werden peruanische Donats genannt. Empananadas aus Argentinien werden klassisch mit Rindfleisch gefüllt, wer es süsser mag, isst sie mit Apfel- und Baumnussfüllung. Die kulinarische Brasilienreise führte über Teigtaschen mit Poulet, Rinderhackfleisch oder Käse. Zum Abschluss gibt es Churron mit Caramelle oder Schokoladensauce.


Mit Octopusfüllung
Asien war in Wil gut vertreten. Tokoyaki, das sind gegrillte Fleischbällchen mit Octopus- oder Crevettenfüllung, sind in Osaka sehr beliebt. Okonomiyaki sind als Hauptspeise bis ins 17. Jahrhundert zurück belegt und das Nudelgericht Yakisoba ist typischer, japanischer Street Food. Eher unbekannt sind in der Schweiz Tenz Momo. Doch die tibetanischen Teigtaschen, sie werden gedämpft, werden im Tibet bei verschiedenen Gelegenheiten oft und gerne serviert.


Schicht um Schicht
Warum den Schweinshalsbraten in einem Stück servieren? Warum nicht die Kruste abschneiden, marinieren, wieder zurück in den Ofen – um dann wieder Kruste zu ernten? Das geht und schmeckt vorzüglich. Bei den Crepes hatten die Besucher die Wahl zwischen 18 süssen und 18 salzigen Varianten und Strudel muss nicht immer gleich Apfelstrudel sein. Möglich sind auch Aprikose und Beeren oder andere Geschmacksrichtungen. Die Rezepte stammen aus Bulgarien.


Helle Röstung
Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Wenn der Anbieter ihn selber einkauft, heller röstet und die Sorten auch nicht mischt, behält jede Kaffeesorte ihren Geschmack. Dieser ist übrigens eigentlich eher süss. Das bittere Element entsteht durch eine andere Art der Röstung. Kartoffelchips muss man nicht unbedingt im Laden kaufen. Selber gemacht schmecken sie besser. Das präsentierte Schneidegerät war übrigens eine eigene Entwicklung, eine Bohrmaschine mit Hobel.


Lob für die Lokremise
Organisiert hatten das Street Food Festival Oliver Oetjen und Sabrina Bernhardsgrütter von „Soo – Event & Catering“. Sie sind seit 2015 im Geschäft und organisieren vor allem in kleineren Städten. Von der Lokalität waren sie übrigens begeistert. „Die Lokremise ist dafür wie geschaffen“, betont er. Das Interesse war riesig. Viele Wilerinnen und Wiler nutzten die Gelegenheit für einen Einblick in fremde Küchen und Kulturen.