Der Präsident Erich Niederer und die Geschäftsführerin Nadja Casta hatten zur 88. Mitgliederversammlung der SRG Ostschweiz anfangs Mai in den Saal des Werkes 1 in Gossau SG eingeladen. Auf dem Programm standen die statutarischen Geschäfte und Informationen aus den einzelnen Sendegefässen. Ein besonderer Dank ging an Erich Niederer für seine bald 20 Jahre Einsatz für die SRG.Vom Kanton und der Stadt Gossau überbrachten Regierungsrat Martin Klöti sowie Vizepräsidentin Gaby Krapf-Gubser Grussworte. Mit musikalischer Begleitung und einem Apéro riche wurde die Versammlung beendet.

SRG Ostschweiz – unser Engagement ist Programm
Erich Niederer konnte rund 200 Personen, darunter 180 Mitglieder - begrüssen. Die Vizepräsidentin der Stadt Gossau machte in ihrem Grusswort einen geschichtlichen Rückblick bis zu den Alemannen und erklärte, wie die Stadt zu ihrem Namen gekommen ist. Dann kenne wohl jeder den Werbe-Ausdruck „I wett I hätt es Häppy Bett…“, also das Werk 1, wo früher glückliche Matratzen produziert worden seien und die heutige Mitgliederversammlung abgehalten wird. Die berühmteste Gossauerin dürfte aktuell Julia Steingruber sein.

Dann gab Niederer das Wort an Regierungsrat Martin Klöti, der für den Regierungspräsidenten Fredy Fässler eingesprungen ist. Mit den vielen Berufen, die Martin Klöti ausgeübt habe, vom Lehrer, Lachsräucher, Landschaftsarchitekt usf. bis hin zum heutigen seit 2012 geforderten Regierungsrat, könne man sich kaum einen „bunteren Politiker“ vorstellen. Klöti spricht Klartext und Hochdeutsch. Er empfiehlt den Mitgliedern untere anderem das neue Geldspielgesetz im Juni anzunehmen, weil ein grosser Teil letztendlich in die Kulturförderung fliesse.

Mit feinem Humor führte Erich Niederer durch die Versammlung und bedankte sich bei den Engagierten mit einem Birnenweggen aus dem Appenzellerland. Dank ging auch an Nadja Castagna für die tadellose Organisation des Anlasses.

Die Traktanden und Beiträge aus verschiedenen Sendegefässen
Die acht Punkte der Traktanden setzten sich zur Hauptsache aus der Genehmigung des Protokolles der letzten Mitgliederversammlung in Trogen 2017, Jahresbericht 2017, der Jahresrechnung 2017, Revison der Jahresrechnung 2017, Höhe des Jahresbeitrages 2019 und den lebendig geschilderten praxisnahen Beiträgen aus den Sendegefässen zusammen. Auf Stimmenzähler wurde verzichtet, weil die Geschäfte unbestritten waren. Alle abstimmungsfähigen Punkte wurden von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Die Umfrage wurde nicht benutzt.

SRG: Einzigartig durch eine Abstimmung legimitiert
Jean-Michel Cina der Präsident des Vereins, der in Salgesch aufgewachsen ist, wirbt für eine bessere Zusammenarbeit in den einzelnen Sachgebieten und wie könnte es anders sein, für den Wein aus dem Wallis. Bezogen auf das Hochdeutsch von Klöti meint er: „Ich rede Hochdeutsch, das heisst Althochdeutsch“ und fährt mit bestem Walliserdialekt weiter.

Maria Lorenzetti bedankt sich bei allen Akteuren für die gute Zusammenarbeit. Sie dankt Erich Niederer für die knapp zwanzig Jahre, wo er das sogenannte „feu sacré“ zu verbreiten wusste, das letztendlich bei der Abstimmung der No-Billag Initiative, welche mit 71,6 Prozent verworfen wurde, den Ausschlag gegeben hat. Übrigens ist die SRG weltweit das einzige Medienunternehmen, das sich durch eine Volksabstimmung legitimiert hat.

Medienzusammenarbeit – Synergien nutzen
Jonathan Fisch liess einen Videoclip vom kürzlichen Bundesratsbesuch in St. Gallen passieren und erzählte von seiner Arbeit als Inlandkorrespondent. André Moesch stellte das TVO und die privaten Fernsehstationen vor. Er konnte den Mitgliedern die Problematik Printmedien, welche in den letzten Jahren um rund 50% geschrumpft sind, näher bringen. Eine vertiefte engere Zusammenarbeit mit dem Ausnützen der Synergien kann erhebliches Potential bringen. Allerdings müsste die Verteilung der Gebühren moderater geregelt werden.

Endlich überraschten die beiden Kreisrichter aus Flawil „Weniger Egli“ in verschiedenen menschlichen und aus dem Leben gegriffenen Ausschnitten die Versammlung. Die Mitglieder applaudierten und verlangten lachend eine Zugabe. Der Apéro riche animierte zum regen Austausch und auf den Heimweg erhielten alle eine Wegzehrung aus den Händen von Nadja Castagna und Erich Niederer in Form eines Birnenweggen.