Jedes Jahr werden die Schulabgänger des 9. Schuljahres im Kanton St. Gallen nach ihren Anschlusslösungen befragt. Auch an den Oberstufen in Wil – Sonnenhof, Lindenhof, Bronschhofen, Mädchensekundarschule St. Katharina – wurde die Befragung durchgeführt. Erfreulich: Neun von zehn Jugendlichen haben eine Anschlusslösung gefunden. Im Vergleich zum Vorjahr sind aber auch knapp 4 Prozent mehr noch auf der Suche nach einer Lehrstelle oder einer anderen Anschlusslösung – 5.74 Prozent statt 2.06 Prozent im Sommer 2019. Es sei anzunehmen, dass sich in einzelnen Fällen durch die Corona-Pandemie die Lehrstellensuche schwieriger gestaltete, schreibt die Stadt Wil in einer Mitteilung.

Die meisten machen eine Lehre

Rund 57 Prozent der Jugendlichen werden im August 2020 eine Lehre mit Eidgenössischem Fähigkeitsausweis (52.15 Prozent) oder eine Attestausbildung (5.26 Prozent) beginnen. Am Beliebtesten ist seit vielen Jahren der Beruf Kaufmann/-frau EFZ. Wie im vergangenen Jahr besuchen zudem rund 12 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine weiterführende Schule. Hierzu zählen die Kantonsschule sowie die Fach-, Wirtschafts- und Informatikmittelschule. Weiter werden 10 Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ein staatliches Brückenangebot absolvieren. Noch ohne definitive Absichten sind knapp 3 Prozent. 

Dass der Grossteil aller Jugendlichen eine passende Anschlusslösung gefunden hat, sei insbesondere auch dem grossen Engagement der Lehrpersonen der Wiler Oberstufen und auch den Lehrbetrieben zu verdanken, schreibt die Stadt. Mit unterschiedlichen Angeboten wie einem Interviewtraining oder dem Projekt LIFT und vielen persönlichen Gesprächen seien die Schülerinnen und Schüler im Berufswahl- und Bewerbungsprozess unterstützt worden. (sk/red)