Wie viele Wildschweine im Kanton St. Gallen unterwegs sind, kann nur geschätzt werden. Detaillierte Angaben liegen hingegen vor zu den von ihnen verursachten Schäden am Kulturland. Im vergangenen Jahr betrugen sie über 61'000 Franken: Rekord. Besonders im Grenzgebiet zum Kanton Thurgau, im Toggenburg und im Werdenberg wühlten sie in Wiesen und Äckern, wobei die meisten Schäden im Gebiet um Sevelen registriert wurden. «Auch im Grossraum Wil gibt es immer wieder Schäden. Die Population wird zunehmen, da Wildschweine im Thurgau stärker verbreitet sind als im Kanton St. Gallen», sagt Arno Puorger vom Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen. Er ergänzt: «Wildschweine lernen schnell und die Bejagung ist deshalb anspruchsvoll.»

Verkehr fordert viele Opfer

Das Amt hat am Donnerstag die Jahresstatistik für das Kalenderjahr vorgelegt. 92 Wildschweine sind im Kanton St. Gallen erlegt worden – zwölf weniger als im Vorjahr. Weitere Wildschadenvergütungen in der Höhe von 3400 Franken erhielten die Besitzer der sechs Schafe, die von Wolf oder Luchs gerissen worden sind.

In besagtem Jagdjahr erlegten die Jäger im Kanton St .Gallen unter anderem 3374 Rehe, 848 Rothirsche, 567 Gämsen und 91 Steinböcke. Im Strassen- und Schienenverkehr kamen mindestens 421 Rotfüchse, 326 Rehe, 186 Dachse und 126 Steinmarder sowie in geringerer Zahl verschiedene andere Arten, darunter auch sechs Biber, ums Leben. (pd/sdu)