Es soll in Wil an der Gallusstrasse, beim Bergholz, an der Zürcherstrasse, am Bahnhof Uzwil, beim Alterszentrum Oberuzwil oder in Flawil passiert sein. Immer wieder das gleiche Szenario: Ein Mann, der zwischen 50 und 60 Jahren geschätzt wird, fährt in einem roten Audi 80 B3 – ein Gefährt älteren Datums – so dicht hinter Frauen her, dass sich diese bedroht fühlen. Und das nicht nur einige Meter weit, sondern ein ganzes Stück. Manchmal stoppe er auch und starre die Frauen an oder kehre um, damit er entgegenfahren kann. Zu Berührungen und Übergriffen soll es nicht gekommen sein.

Eine 17-jährige Teenagerin, die erst vor wenigen Wochen nach Wil gezogen ist und nicht namentlich genannt werden will, berichtet hallowil.ch von den Vorkommnissen: «Er hat mich vom Bahnhof Wil bis in die Gallusstrasse verfolgt. Es war um 18.30 Uhr bei Dunkelheit. Ich habe Angst bekommen und bin davongerannt» Doch nicht nur das: Auch ihre beiden Schwestern – die eine 19-jährig und die andere gerade einmal 7 Jahr jung – seien von Mann, den sie nicht kennen, schon verfolgt worden. Bei der 7-Jährigen sei es auf dem Spielplatz beim Allee-Schulhaus passiert.

Auch am helllichten Tag

In der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Wil wenn …» haben sich in einer mittlerweile wieder gelöschten Beitrag gleich mehrere Frauen gemeldet und beschrieben, dass auch sie verfolgt worden sind. Zum Teil auch am helllichten Tag. Die 17-jährige sagt gegenüber hallowil.ch, dass sie die Sprache des Mannes verstanden habe und es sich um einen Albaner handle. Sie will nun Anzeige bei der Polizei machen. Andere Frauen hätten dies schon getan. Doch bei dieser ist laut Polizeisprecher Hanspeter Krüsi nichts in diese Richtung bekannt.

Ganz grundsätzlich sei darauf hingewiesen, dass man nie bei einer fremden Person ins Auto steigen soll und Vorkommnisse der Polizei zu melden sind. Private Aufrufe im Internet sind von der Polizei nicht gerne gesehen, da sich nicht alle Personen adäquat verhalten und somit die Ermittlungen gar behindern würden.