Die Reise startet im südlichen Teil von Istrien – und zwar in meiner Heimatstadt Pula. Dort angekommen, gönnt man sich am besten zuerst einen feinen kroatischen Kaffee auf dem Hauptplatz. Zu bewundern ist der Anblick des Augustustempels, welcher aus dem ersten Jahrhundert nach Christus stammt. Nach dieser Stärkung geht es durch die verwinkelten Gassen Richtung Hauptattraktion: das Amphitheater. Schon als kleines Mädchen war ich überwältigt von diesem imposanten Bauwerk aus der römischen Herrschaft und es geht mir heute immer noch so. 

Das Amphitheater, lokal als «Arena» bekannt, gehört zu den sechs grössten noch erhaltenen römischen Arenen der Welt. Es ist zwar weniger bekannt, aber ebenso spektakulär wie das Kolosseum in Rom. Während früher Gladiatorenkämpfe an der Tagesordnung standen, dient die Arena heute als Plattform für Kulturevents wie zum Beispiel das Filmfestival. Im Sommer finden zahlreiche Events statt. 2018 wurde die Oper Aida unter freiem Himmel gespielt. Es war ein unvergesslicher Abend.

Es gibt noch viele weitere römische und historische Schätze zu entdecken. Da wäre zum Beispiel das goldene Tor, der ursprüngliche Eingang in die Stadt. Wer zum ersten Mal hindurchschlendert, sollte sich auf jeden Fall was wünschen.

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Wer durch das goldene Tor spaziert hat einen Wunsch frei.


Geheimtipps am Meer

Mit Istrien verbindet man auch die kulinarische Vielfalt. Vom goldenen Tor führt der Weg zur Markthalle. Sie stammt aus der Zeit der Jugendstilarchitektur. Die Auswahl an frischem Fisch und anderen Meerestieren, Fleisch und Gemüse ist gigantisch. Vor der Markthalle werden noch weitere regionale Produkte wie selbstgemachtes Olivenöl, Trüffel, Honig und Käse verkauft. Die Gedanken drehen sich bereits um die Frage, was noch alles für einen kroatischen Abend mit Freunden in der Schweiz eingekauft werden soll.

Nach meinem Rundgang durch die Stadt und einer Zwischenverpflegung am Markt ist es Zeit für eine kleine Abkühlung, da es in der Stadt nun definitiv zu warm ist. Dafür gibt es einige Geheimtipps direkt am Meer. Pula umfasst elf Kilometer Küstenstrände in ganz unterschiedlichen Formen. So findet man in Stoja einsame Buchten, in Lungomare grosse Steinplatten und in Verudela feine Kieselstein-Strände.

Am liebsten relaxe ich in meiner Lieblingsbucht Valovine und geniesse die Ruhe und das Rauschen des Meeres. Wer sich lieber noch ein wenig Musik und einen kühlen Drink wünscht, für den könnten folgende Locations eine gute Möglichkeit sein: Splash Bar, Zeppelin Lounge, E&D Bar, Batana Beach Bar oder La Playa Bar.

Zusammenfassend kann man sagen: Wer nicht nur Strandferien geniessen will, sondern auch noch kulturelle und kulinarische Höhepunkte erleben möchte, ist in Pula und seiner Umgebung genau am richtigen Ort.

Paola Crevatini Rebsamen*

* = Die Wilerin Paola Crevatini Rebsamen ist Reise-Influencerin, hat schon 46 Länder bereist, eine Community für Frauen mit mehr als 215 000 Followers aufgebaut und nun das eigene Reise-Label «The Miss Adventure» gegründet. Auf hallowil.ch verfasst sie in loser Folge eine Reise-Kolumne.