Als künftiger Banklehrling machte sich Michael Baltensperger an eine handwerkliche Aufgabe.
«Mit den handwerklichen Freifächern habe ich mich in der Schule nicht befasst», schreibt der junge Mann in seiner Arbeit. Deshalb sei das Zimmern seiner Bank eine echte Herausforderung gewesen. Weil die Familie in einem Holzhaus wohnt, sind viele Gegenstände zur Holbearbeitung vorhanden.

Werbeslogan
Etwas Brauchbares herstellen, das er auch nutzen kann, war die Idee zur Abschlussarbeit, und so zimmerte er sich eine Bank mit der Beschriftung «Meine erste Bank». Weil die Bank diesen Slogan als Werbung benutzen will, filmte er im Zeitraffer die Arbeitsvorgänge.

Einfache Konstruktion
«Mein handwerkliches Geschick hält sich in Grenzen und somit war von Beginn weg klar, dass es eine relativ einfache Konstruktion sein muss» schreibt Michael. Diese fand er im Internet, aber die Herausforderung war noch gross genug. Zusammen mit der Mutter trug er die notwendigen Bauteile zusammen. Nachdem der erste Anlauf mit dem Zuschneiden in die Hosen ging, kam ein zweites Palett erfolgreich zum Zug. Es folgte zuschneiden, schleifen, zusammensetzen.

Nicht zufrieden
Das Bemalen forderte sehr exaktes Arbeiten und musste in Richtung des Holzes geschehen. Anspruchsvoll war die richtige Mischung von Farbe und Holz und zwar oben und unten. Nach dem Trocknen baute Michael die Bank zusammen, aber sie überzeugte noch nicht vollends. In verschiedenen Arbeitsgängen wurde sie verschönert.

Der Schriftzug
Das Bemalen mit dem Schriftzug erwies sich als recht kompliziert und benötigte mehrere Anläufe. Erst der dritte Versuch mit dem Besprayen mittels einer starken Schablone brachte das gewünscht Resultat. Sollte die Bank bequem sein, musste ein Kissen her.

Schöne Erinnerung
Als Grundlage diente eine Kinderbettmatratze. Vom Arbeitgeber kamen ein Badetuch und eine Decke mit der Aufschrift «St. Galler Kantonalbank». Zusammen mit seiner Mutter entstanden ein sehr schönes Sitz- und Rückenkissen, auf denen sich herrlich ruhen und relaxen lässt. So ist – trotzdem das Handwerk nicht sein Metier ist – ein sehr ansprechendes und praktisches Stück entstanden, das ihn wohl noch lange an seine Sproochbrugg-Zeit erinnern wird.