Optisch ist auf dem Friedhof in Bichwil einiges verändert worden. Die Wege wurden angepasst, Randabschlüsse erstellt und neu eingekiest. Durch die alten Thujapflanzen war unter anderem das Eingangstor sowie das Kreuz auf der gegenüberliegenden Seite verwachsen. Ein drastischer Rückschnitt war nicht möglich, da diese Pflanzen nicht mehr nachwachsen würden. Deshalb wurden sämtliche Thujasäulen und -hecken durch Eiben ersetzt. Während der Sanierungsarbeiten wurde zudem festgestellt, dass sich im Verlauf der Jahre das Terrain auf der Nord- und Ostseite des Friedhofs abgesenkt hatte. Zur Sicherung wurden Quadersteine eingebaut. Im Frühling wird im Eingangsbereich noch eine Blumenwiese eingesät. Dies lässt die Gemeinde Oberuzwil im aktuellen Mitteilungsblatt verlauten.

Wie auf den Friedhöfen in Oberuzwil besteht neu auch auf dem Friedhof in Bichwil die Möglichkeit der Urnenbestattung im Gemeinschaftsurnengrab mit Namensnennung. Die von Jan Kaeser gestalteten Grabzeichen zeigen eine Silhouette, abgeleitet von der Form eines Blumenstrausses und angelehnt an die Formen von Apfel-, Feigen- und Olivenbaum. Die «Blüten» oder «Früchte» werden mit gelben, grünen und roten runden Gläsern dargestellt, die jeweils mit den Namen der in diesem Gemeinschaftsurnengrab beigesetzten Verstorbenen einzeln beschriftet werden.

Blumen für drei Monate

Bisher mussten Abdankungsfeiern auf der Wiese abgehalten werden. Neu wurde – auf der Friedhofquerachse, gegenüber dem Gemeinschaftsurnengrab – ein eingekiester Abdankungsplatz gestaltet. Oberhalb der Sitzbank weist ein Sinnspruch auf den Ort, die Endlichkeit und den Lebenskreislauf hin.

Individueller Grabschmuck jeglicher Art sowie Pflanzen und Blumen sind beim Gemeinschaftsurnengrab – wie bei der Urnenwand – maximal während drei Monaten nach der Beisetzung gestattet. Der Friedhofgärtner ist beauftragt, diese Vorgabe umzusetzen und allfällige Pflanzen oder Gegenstände abzuräumen. (gk/red)