Der bereits traditionelle Ostermarkt der Raiffeisenbank Regio Uzwil auf dem Raiffeisenplatz Niederuzwil kündigte dank schönster Witterung gleich auch den Frühling an. Ein Blick in die Angebote der Aussteller zeigte schnell, dass es auch ein Markt für das Spezielle ist, dem Kunstschaffen nahe. Nebst Angeboten jüngerer Anbieterinnen, zeigten sich auch Pensionäre mit hochwertigen Geschenkideen. Aufgestellt zeigten sich die Oberbürer Musikanten bei ihrem Ständli zur Mittagsstunde, gefolgt von „Guschti Brösmeli“ im frühen Nachmittag.Auf dem Flyer der Raiffeisenbank zum Ostermarkt stand deutlich sichtbar: „Durchführung bei jeder Witterung“. Noch vor wenigen Tagen lag noch viel Schnee auf dem Raiffeisenplatz, was die Durchführung wohl einiges schwieriger gemacht hätte. Wie bestellt konnte sich am Samstag der Ostermarkt bei frühlingshaften Temperaturen einrichten. Entsprechend motiviert waren die Marktnehmer, ihren Stand ansprechend einzurichten.

Kinderfreundlich mit Walter Zoo
Schon in den ersten Stunden des Ostermarktes fand sich viel Publikum ein. Speziell für die Kinder bot sich mit der Anwesenheit von Walter Zoo mit kleinen und grossen Tieren beste Unterhaltung. Schnell durften die zahmen Zwerg-Geissli viele Streicheleinheiten der Kinder entgegen nehmen. Gegenüber den Ponys war dann schon etwas Respekt geboten, bevor man sich in deren Nähe getraute.

Dank der angenehmen Temperaturen fanden sich auch zahlreiche Familien mit ihren Kleinkindern ein. Ein Rundgang durch die Marktstände lohnte sich, die teils künstlerisch hergestellten Produkte zu bestaunen. Natürlich durfte der Stand mit Grillwürsten nicht fehlen. Dank gemütlicher Atmosphäre blieb es auch beim Samariterposten ruhig.

Künstlerisches und Bewährtes
Das Schmuckangebot von Hildi Rutz ist eine bekannte Grösse an verschiedenen Märkten und immer wieder begehrt. Eine Spezialität zeigte Josef Huber aus Abtwil mit seinen selbstgebauten Puppenhäusern und Kuhställen. Der 77-Jährige fühlt sich noch immer motiviert für Neues. Sechs Jahre habe er sich dem Modelleisenbahnbau gewidmet, um dann zum Holzbau zu wechseln. Seine formschön gebauten Puppenhäuser und Kuhställe finden guten Absatz wie er informierte.

Ein jüngerer Jahrgang zeigte sich mit Sonja Schlegel aus Henau mit einer Vielzahl an Handtäschli und Anhänger. Sie stellt die Sachen allesamt selber im eigenen Atelier her. Gleichfalls eigenständig agiert auch die Seniorin Betty Eicher mit ihren Strickangeboten. In eigener Regie stellt sie die Sachen her, Baby Finkli Puppenkleidli und vieles mehr. Sie habe schon fünfjährig mit Stricken begonnen, unter bester Anleitung ihrer Mutter.

MUT-Perlen
Die Uzwiler Künstlerin Susanne Mohn nimmt sich der Herstellung von sogenannten MUT-Perlen an. Den farbigen Glasfiguren liegt eine Idee zu Grunde, vor allem Kindern mit schweren Erkrankungen damit ein Kommunikationsmittel zu geben, sozusagen als Belohnung. In Spitälern mit einer Kinderonkologie spricht man von einer aufgefädelten Krankengeschichte. Jede Glasfigur hat eine Bedeutung für eine Krankheitsbehandlung. Nach zahlreichen Behandlungen ergibt sich daraus eine Glasperlenkette wie eine Erinnerung, was man schon alles überstanden hat.

Susanne Mohn ist Mitglied des Vereins, der aktuell 170 Mitglieder zählt. Pro Jahr stellt sie rund 1'000 verschiedene Unikate her, welche einer klar zugeordneten Behandlung entsprechen wie Radiotherapie, Notaufnahme, Knochenmarkpunktion, oder Nüchtern bleiben. Im Verein werden jährlich um 40'000 Unikate hergesetellt.

Unterhaltsam bis zum Abschluss
Bis zur Mittagsstunde wurde der Publikumsstrom immer grösser. Um 11.30 Uhr kündigte sich die Musikgesellschaft Oberbüren an mit einem Ständli. In den Nachmittagsstunden wurde es nochmals unterhaltsam, als Heino Orbini, alias „Guschti Brösmeli“ mit seinen Sprüchen aufkreuzte. Aufmerksamkeit erforderte abschliessend der Stand von Raiffeisen Regio Uzwil, als es um die Verlosung der grossen Preise ging.