Für Daniel Dörflinger, Geschäftsführer der Landi Toggenburg in Kirchberg, und seine Mitarbeiter wird es ein grosser Moment. Bereits laufen die Zügelarbeiten, um dann am 14. Juni bereit zu sein, wenn der neue Standort im Bazenheider Industriegebiet Zwizach eröffnet wird. Nachdem am 13. Juni in geschlossenem Rahmen gefeiert wird, erfolgt vom 14. bis 16. Juni die offizielle Eröffnung für die Bevölkerung.

Die Situation in Kirchberg ist äusserst beengt. Gemeinsam mit der Aussenfläche stehen gerade einmal 350 Quadratmeter zur Verfügung. Das Lager ist auf vier Stockwerke verteilt. In den Warenlift passt genau ein Palett. «Die Umverteilung braucht viel Manpower und ist auch kostenintensiv», sagt Daniel Dörflinger, der im Jahr 2015 die Leitung der Landi in Kirchberg vom Ehepaar Hausammann übernommen hatte, welches zuvor rund 30 Jahren lang für den Betrieb verantwortlich gewesen war.

Gedecktes Dachparking aus Holz

Am neuen Standort – unweit der Abfallverbrennungsanlage des ZAB gelegen – stehen 1300 Quadratmeter Verkaufsfläche und 400 Quadratmeter im Aussenbereich zur Verfügung. Die Anzahl Produkte wird verdreifacht, womit das Vollsortiment zur Verfügung steht. «Wir haben neuerdings alles, was die Landi Schweiz anbietet», sagt Dörflinger. Im Erdgeschoss wird der Laden eingerichtet. Im Obergeschoss befindet sich das überdachte Parking – und nicht etwa im Keller. Dieses besteht fast ausschliesslich aus Holz, mal abgesehen vom Guss-Asphalt, auf dem die Autos fahren. 44 Parkplätze stehen im Angebot. Vorstellbar ist, zu einem späteren Zeitpunkt ein zweites Obergeschoss mit einem zweiten Parkplatz zu errichten, falls sich dereinst Nachbarn ansiedeln, welche ebenfalls Parkplätze brauchen. Die Gesamt-Investitionen für die neue Landi in Bazenheid belaufen sich auf zwölf Millionen Franken.

Der alte Standort wurde per Ende Mai geschlossen. Der direkt nebenan gelegene Volg, welcher auch zur Landi Toggenburg gehört, zügelt nicht nach Bazenheid. Jedoch gibt es auch für den Volg einige Meter entfernt einen neuen Standort, da das Gemeindezentrum von Kirchberg komplett neugestaltet wird. Die Fläche wird in etwa gleich gross sein, aber nicht mehr verwinkelt. Während der Umbauarbeiten wird der Volg zwischenzeitlich im ehemaligen Post-Gebäude untergebracht sein. Wann es soweit ist und wie lange diese provisorische Lösung andauern wird, steht noch nicht fest.


Personal aus der Region

Vieles wird also neu bei der Landi Toggenburg. Etwas bleibt aber unverändert: der genossenschaftliche Gedanke. 105 Mitglieder tragen derzeit das Gedankengut. Sie stammen nicht nur aus dem bäuerlichen Bereich, sondern sind auch private und juristische Personen. Sie sind in der Gemeinde Kirchberg oder der Region zuhause. Auch das Personal ist zu einem grossen Teil in der Gemeinde beheimatet.

Apropos Personal: Mit der neuen Landi in Zwizach werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Allein der neue Agrola-Tankstellenshop sorgt für 720 Stellenprozente. In der Landi selber werden neu rund 1100 Stellenprozente angeboten. Für den neuen Landi-Standort sind zahlreiche Bewerbungen eingegangen, ohne dass die Stellen überhaupt ausgeschrieben gewesen wären.

Arbeiten in geschütztem Rahmen

Ein Punkt liegt Daniel Dörflinger nun noch am Herzen. Integrations-Massnahmen werden derzeit geprüft und sollen umgesetzt werden. Vor zwei Jahren wurde ein Test mit der Stiftung Tosam in Degersheim gemacht. Es ging dabei darum, dass Personen einer solchen Stiftung im Hintergrund gewisse Arbeiten in einem geschützten Rahmen verrichten können. «Als Genossenschaft müsste so etwas möglich sein», sagt Dörflinger.

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Das Team ist deutlich grösser geworden - auch dank der Agrola-Tankstelle.