Die Äbtestädter dominierten die erste Halbzeit nach Belieben – Winterthur war chancen- und harmlos. Bereits nach knapp einer Viertelstunnde lagen sich die Spieler des FC Wil ein erstes Mal in den Armen und bejubelten den Führungstreffer. Bledian Krasniqi lacierte mit einem «Zuckerpass» Kwadwo Duah an der Strafraumgrenze. Dieser zog mit dem Ball in den 16er ein und markierte mit einem klugen Abschluss die Wiler Führung.

Dies sollte nicht der einzige Skorerpunkt Duahs an diesem Nachmittag bleiben. Der 22-Jährige zeigte eine starke Partie. Doch zunächst traf sein Sturmpartner – Stossstürmer Filip Stojilkovic. Fabian Rohner konnte sich an der Grundlinie durchsetzen und den Ball zur Mitte an den Fünf-Meter-Raum spielen, wo der Stürmer lauerte und die Kugel in der nahen Ecke unterbrachte. Bevor der FC Winterthur zu einem Abschluss kam, führten die Wiler also bereits mit zwei Längen Vorsprung. Symptomatisch für das Winterthurer Spiel war deren erster Abschlussversuch: Der Ball flog aus der IGP-Arena.

Entscheidung schon vor der Pause

Trotz der Zwei-Tore-Führung machte die Heimmannschaft weiter Druck und erspielte sich aussichtsreiche Chancen. In der 39. Minute zeigte der auffällige Duah seine Spielübersicht. Mit einem sehenswerten Steilpass leitete er das dritte Tor des FC Wil ein. Mergim Brahimi war der Abnehmer des Passes im Strafraum. Allein und unbedrängt beförderte dieser das Leder in die Maschen. Somit führte die Sforza-Truppe bereits beim Pausentee verdient mit 3:0.

In der zweiten Halbzeit nahm die Attraktivität der Partie deutlich ab. Die Wiler mussten nicht mehr und die Winterthurer konnten nicht. Mit vier frühen Wechseln stellte sich Gäste-Trainer Ralf Loose selbst ein Bein. Denn «sein» Captain Davide Callà verletzte sich Mitte zweiter Halbzeit und konnte nicht mehr mittun. Aufgrund des ausgeschöpften Wechselkontingents spielten die Winterthurer die letzten knapp 20 Minuten in Unterzahl. Die Überzahlsituation spornte die Heimmannschaft zum Schlussspurt an. In der 79. Spielminute traf Radivoj Bosic aus aussichtsreicher Position nur die Latte. Das hätte ein Tor sein müssen. Jedoch stelle Valon Fazliu drei Minuten später doch noch auf 4:0. Er verwandelte einen Freistoss aus rund 20 Metern Distanz direkt in die nahe Ecke.

Weiterer Routinier muss auf Klubsuche

Angesprochen auf den Sachverhalt zum Fehlen Nick von Niederhäuserns im Aufgebot des FC Wil, erklärte Trainer Ciriaco Sforza nach dem Spiel: «Wie bereits mit Zivko Kostadinovic haben wir auch mit Nick gesprochen und ihm mitgeteilt, dass wir seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern werden. Wir planen mit zwei anderen, jüngeren Spielern auf dieser Position.» Von Niederhäusern muss sich also auf die Suche nach einem neuen Verein machen.

Auch Captain und Routinier Philipp Muntwiler stand nicht in der Startelf. Dies jedoch aus einem anderen Grund. «Wegen einer Zerrung im Oberschenkel konnte Philipp die ganze Woche nicht mit dem Team trainieren. Folglich liess ich ihn auf der Bank», sagte Sforza. Die Captain-Binde übernahm der 21-jährige Joël Schmied, Leihspieler der Young Boys.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
Die vier Tore des höchsten Wiler Saisonsiegs.

Resultate, Challenge League, 18. Runde:
Wil - Winterthur 4:0
Aarau - Chiasso 3:3
Vaduz - Kriens 1:2
Stade Lausane-Ouchy - Schaffhausen 2:0
Grasshoppers - Lausanne-Sport 1:2

FC Wil 1900 – FC Winterthur 4:0 (3:0)

IGP-Arena: 1410 Zuschauer. – Sr: Al Marri.

Tore: 14. Duah 1:0. 21. Stojilkovic 2:0. 39. Brahimi 3:0. 82. Fazliu 4:0.

FC Wil 1900: Mossi; Rohner (85. Celant), Schmied, Kamberi, Schmid; Abedini, Fazliu; Brahimi (66. Bosic), Krasniqi (60. Ndau), Duah; Stojilkovic (85. Silvio).

FC Winterthur: Spiegel; Nils von Niederhäusern (39. Isik), Bühler (64. Roth), Hajrovic, Schättin; Doumbia, Taipi (55. Saliji); Callà, Sliskovic, Da Silva (55. Radice); Mahamid.

Bemerkungen: Wil ohne Klein, Schäppi, Wörnhard (verletzt), Kostadinovic, Nick von Niederhäusernn, Sejdija, Beka und Rahimi (nicht im Aufgebot). Winterthur ohne Buess, Lekaj (gesperrt), Liechti (verletzt), Rüegg, Hamdiu und Costinha (nicht im Aufgebot). – 62. Pfostnschuss Sliskovic. – 71. Callà verletzt ausgewechselt. – 79. Lattenschuss Bosic. – Verwarnungen: 36. Nils von Niederhäusern (Foul). 52. Da Silva (Foul). 59. Krasniqi (Foul), 59. Doumbia (Unsportlichkeit).

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 18/39. 2. Grasshoppers 18/33. 3. Kriens 18/28. 4. Wil 18/27. 5. Vaduz 18/26. 6. Winterthur 18/24. 7. Aarau 18/22. 8. Stade Lausane-Ouchy 18/21. 9. Schaffhausen 18/16. 10. Chiasso 18/12.

Winterpause bis am 24. Januar 2020.

Im Video: So feiern die FC-Wil-Spieler Weihnanchten:

 
Philipp Muntwiler, Fabian Rohner und Co. verreisen nach Thailand, Bali und in die Berge.

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein mit diesem Liveticker. Haben Sie noch einen schönen Sonntag. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für den FC Wil im kommenden Jahr am Wochenende von 24. Januar - 26. Januar mit einem Auswärtsspiel im Rheinpark in Vaduz.

Die Wiler feiern einen auch in der Höhe verdienten 4:0-Sieg gegen den FC Winterthur. Bereits in der ersten Halbzeit haben die Wiler die Weichen Richtung höchsten Saisonsieg gestellt. In der zweiten Hälfte waren zwar zunächst die Gäste aus der Eulachstadt die aktiveren Mannschaft, verpassten es aber mehrmals, einen Treffer zu erzielen. Nach gut einer Viertelstunde stellten die Winterthurer dann aber ihre Angriffsbemühungen zum grossen Teil ein, sodass das Spiel mehr und mehr zu einem Freundschaftsspiel verkam. Spätestens als dann Captain Callà mit einer Zerrung ausfiel und die Winterthurer nicht mehr wechseln konnten, war das Spiel gelaufen. Den Schlusspunkt setzte Valon Fazliu mit seinem sehenswerten Freistoss zum 4:0. Somit war der höchste Saisonsiegt der Wiler Tatsache. Mit diesen drei Punkten überwintern die Wiler auf dem guten vierten Tabellenplatz.

Schlusspfiff in der IGP-Arena: Der FC Wil gewinnt gegen den FC Winterthur verdient mit 4:0.

91. Minute: Es werden mindesten drei Minuten nachgespielt. Viel Spannung dürfte aber in dieser Zeit nicht mehr aufkommen.

90. Minute: Duah versucht es nochmals, aber sein Schuss von der rechten Seite fast von der Grundlinie aus stellt für Spiegel kein Problem dar.

89. Minute: Und dann fast das 5:0: Duah flankt den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, wo Silvio die Kugel zwar noch ablenkt, aber nicht genug, damit diese im Tor landen würde.

85. Minute: Doppelwechsel bei den Wilern: Silvio kommt für Stojilkovic und Celant spielt nun für Rohner. Somit haben auch die Wiler alle vier Wechsel vollzogen.

85. Minute: Die Winterthurer versuchen es nochmals: Salijis Schuss ist aber kein Problem für Mossi.

82. Minute: TOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Fazliu zum 4:0. Er tritt zu einem Freistoss aus halbrechter Position an und zirkelt den Ball aus rund 20 Metern wunderschön über die Mauer. Torhüter Spiegel kann dem Ball nur noch nachschauen.

80. Minute: Die Wiler machen noch etwas für das Torschussverhältnis. Diesmal ist es Fazliu, dessen Schuss aus halbrechter Position von Spiegel gehalten werden kann.

79. Minute: Und wieder müssten die Wiler das 4:0 erzielen: Ndau läuft durch die Winterthurer Hintermannschaft und sieht den freistehenden Bosic. Dieser hämmert den Ball in halblinker Position vollkommen unbedrängt aus vier Metern an die Latte.

76. Minute: Ndau probiert sein Glück vom Rand des Strafraumes aus. Der Schuss ist aber zu harmlos und Spiegel hat keine Probleme, den Ball zu halten.

73. Minute: Duah kommt völlig frei an den Ball und kann zum Schuss ansetzten. Sein Ball stellt aber nur für die Verpflegungsstände ausserhalb des Stadions eine Gefahr dar.

72. Minute: Überzahl für Wil: Callà hat sich in einem Zweikampf verletzt und muss vom Feld. Da die Gäste schon alle vier Wechsel vollzogen haben, können die Wiler fortan mit einem Mann mehr spielen. Neuer Captain der Winterthurer ist Radice.

71. Minute: Das Spiel hat mittlerweile Freundschaftsspiel-Charakter. Es passiert nicht viel Erwähnenswertes.

70. Minute: Duah versucht es mal wieder mit einem Abschluss. Sein Schuss aus gut 25 Metern geht aber deutlich über das Tor.

68. Minute: 1410 Zuschauer sind heute in der IGP-Arena.

67. Minute: Da ist er, der erste Schuss aufs Tor der Wiler. Abgegeben hat ihn Radice. Der Abschlussversuch ist aber harmlos und Mossi kann den Ball ohne Probleme halten.

66. Minute. Zweiter Wechsel bei den Wilern: Vom Feld geht der angeschlagene Torschütze Brahimi und für ihn spielt neu Bosic. Brahimi dürfte eine "Tomate" abbekommen haben.

64. Minute: Der letzte Wechsel bei den Gästen: Bühler verlässt den Platz. Für ihn spielt neu Roth.

63. Minute: Seit dem Seitenwechsel haben die Wiler in den Verwaltungsmodus umgestellt. Sie müssen aufpassen, dass sie mit dieser Spielweise den Gegner nicht zu sehr aufbauen.

62. Minute: Sliskovic tankt sich durch die WIler Abwehr und setzt seinen Schuss an den Aussenpfosten.

60. Minute: Erster Wechsel bei den Wilern: Krasniqi verlässt das Spielfeld und macht Platz für Ndau.

59. Minute: Da sehen sowohl Krasniqi als auch Doumbia nach einem Rencontre im Mittelfeld die gelbe Karte. Krasniqi für das Foul, Doumbia dafür, dass der Krasniqi noch einige Worte mit auf den Weg gegeben hat.

56. Minute: Da braucht Mossi jeden Zentimeter seiner Körpergrösse. Schättin flankt den Ball von links in den Strafraum, Mossi kommt gut aus dem Tor und kann den Ball noch klären.

56. Minute: Doppelwechsel bei den Winterthurern: Anstelle von Taipi spielt neu Saliji und für Da Silva kommt Radice.

52. Minute: Da Silva sieht die gelbe Karte nach einem Foul im Mittelfeld.

50. Minute: Die Winterthurer sind aktiver seit dem Seitenwechsel.

48. Minute: Erste Chance für die Gäste: Nach einem Eckball von Callà kommt Schättin vor dem Wiler Tor zum Kopfball. Der Ball geht aber deutlich über das Tor.

46. Minute: Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Beide Mannschaften kommen unverändert aus der Kabine.

Pausenfazit: Was für eine Halbzeit der Platzherren. Es scheint, als hätten die Wiler zu ihren alten Stärken zurückgefunden. Sie waren von Anfang an wach und setzten die Winterthurer früh unter Druck. Die Gäste ihrerseits trugen aber auch ihren Teil zu dieser einseitigen ersten Halbzeit bei. Zu wenig Druck übeten sie auf die Wiler aus und standen oft zu weit vom Gegner weg. So war es für die Wiler nicht schwer, ihr Kombinationsspiel aufzuziehen. Die Harmlosigkeit der Gäste untermauert die Tatsache, dass sie in der gesamten ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss aufs Tor der Wiler zustande brachten. Spielen die Wiler in der zweiten Halbzeit so weiter, steht dem ersten Sieg seit Ende Oktober - als man Aarau in der IGP-Arena mit 3:0 besiegte - nichts mehr im Weg.

Und da ist der Pausenpfiff. Der FC Wil führt gegen den FC Winterthur verdient mit 3:0. Pfeifkonzert aus der Winterthurer Fan-Ecke.

45. Minute: Mindestens zwei Minuten werden nachgespielt.

41. Minute: Und schon fast das 4:0. Brahimi kommt nach schöner Vorarbeit von Duah aus zehn Metern an den Ball. Sein Abschluss kann von Spiegel aber noch knapp vor der Linie entschärft werden.

38. Minute: Ein deutliches Zeichen von Wintertur-Trainer Ralf Lose. Er wechselt das erste Mal aus: Für Nils von Niederhäusern kommt neu Gabriel Isik ins Spiel.

38. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil durch Brahimi zum 3:0. Mindestens 50 Prozent des Treffers gehen auf das Konto von Duah. Mit einem wunderbaren Pass durch in die Schnittstelle der Winterthurer Abwehr lanciert er Brahimi, der den Ball direkt in den Lauf bekommt. Brahimi muss den Ball alleine vor dem Tor nur noch an Torhüter Spiegel vorbeispedieren.

36. Minute: Erste Verwarnung des Spiels: Nils von Niederhäusern sieht nach einem Foul an Duah die gelbe Karte.

35. Minute: Die Gäste werden aufsässiger. Wieder ist es Da Silva, der es schafft, den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unterzubringen.

34. Minute: Nun wieder die Wiler: Duah, Krasniqi und Fazliu spielen die gesamte Winterthurer Mannschaft schwindlig. Der Abschluss von Fazliu geht dann aber deutlich über das Tor.

32. Minute: Jetzt aber eine gefährliche Aktion der Gäste: Da Silva ist auf einmal völlig frei vor Mossi, schafft es aber, den Ball aus gut fünf Metern weit neben das Tor zu setzten.

29. Minute: Auffällig: Die Wiler können im Mittelfeld machen, was sie wollen. Die Winterthurer betreiben kein Pressing und offenbaren Lücken zwischen den eigenen Reihen.

26. Minute: Die Wiler führen die Gäste nach Belieben vor. Diesmal sind Stojilkovic und Brahimi im Zusammenspiel. Stojilkovic geht auf der linken Seite bis zur Grundlinie und spielt den Ball zurück auf Brahimi. Dessen Schuss aus zehn Metern geht aber knapp am linken Pfosten vorbei. Das hätte auch gut und gerne das dritte Tor für die Wiler sein können.

24. Minute: Noch eine interessante Statistik zu diesem Spiel. In den letzten zehn Direktduellen hat immer entweder nur Wil oder Winterthur getroffen, aber nie beide Mannschaften. Wenn das so bleibt, ist die Entscheidung bereits gefallen.

21. Minute: TOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Stojilkovic zum 2:0. Rohner läuft auf der rechten Seite bis zur Grundlinie und spielt den Ball mit letztem Einsatz zurück auf Stojilkovic. Dieser nimmt den Ball an und schliesst aus der Drehung in die kurze Ecke ab.

17. Minute: Die Wiler spielen weiterhin offensiv. Antreiber ist Duah, der heute deutlich besser spielt als noch im letzten Spiel gegen den SC Kriens.

14. Minute: TOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Duah zum 1:0. Krasniqi lanciert Duah. Dieser kommt über die linke Seite, dribbelt zwei Winterthurer Verteidiger aus und schliesst zentral vor dem Tor frei ab. Drin.

9. Minute: Die nächste gefährliche Aktion der Wiler: Der Freistoss von Fazliu kommt direkt aufs Tor zu. Kamberi und Stojilkovic verpassen den Ball nur um Haaresbreite mit dem Kopf.

8. Minute: Da zeigt Rohner, wie schnell er ist. Er kommt über die rechte Seite und überläuft zwei Gegenspieler, legt sich den Ball aber zu weit vor und so kann ein Winterthurer Verteidiger die Situation noch klären.

6. Minute: Da bringen sich die Winterthurer selber in Bedrängnis. Hajirovic mit einem katastrophalen Rückpass zum Torhüter. Dieser kann in Extremis noch vor Stojilkovic klären.

6. Minute: Die Wiler mit gefälligem Kombinationsspiel. Der letzte Ball von Duah kommt aber nicht bei Stojilkovic an.

3. Minute. Erster Abschluss der Wiler: Krasniqi erobert im Mittelfeld den Ball und lanciert Duah. Er versucht es mit einem Schuss in die rechte entfernte Ecke. Der Abschluss ist aber zu harmlos und Spiegel hat keine Probleme, den Ball zu halten.

2. Minute: Erster langer Ball von Schmied in Richtung Stojilkovic. Spiegel kommt gut aus dem Tor und ist vor dem Wiler Stürmer am Ball.

1. Minute: Der Schiedsrichter hat das Spiel freigegeben. Der Ball rollt.

Die Mannschaften sind soeben aufgelaufen. Gleich geht es los. Viel Spass mit dem Regional-Derby FC Wil gegen FC Winterthur.

Geleitet wird das Spiel vom katarischen Gastschiedsrichter Abdulla Ali Al Marri.

Die Gäste aus Winterthur spielen wie die Wiler in einem 4-2-3-1-System. Im Tor der Gäste steht Spiegel. In der Verteidigung werden von rechts her gesehen Nils von Niederhäusern, Bühler, Hajrovic und Schättin spielen. In defensiven Mittelfeld laufen Doumbia (rechts) und Taipi auf. Offensiv werden von rechts nach links Callà, Sliskovic und Da Silva auflaufen. Einziger Stürmer bei den Gästen ist Mahamid.

Die Aufstellungen sind auch schon bekannt. Die Wiler spielen in der gewohnten 4-2-3-1-Formation. Im Tor der Wiler steht der neue Stammtorhüter Mossi. In der Verteidigung laufen von rechts her gesehen Rohner, Schmied, Kamberi und Schmid auf. Im defensiven Mittelfeld spielen Abedini (rechts) und Fazliu. Offensiv im Mittelfeld für Wirbel sorgen sollen heute von rechts nach links Brahimi, Krasniqi und Duah. Einziger Stürmer ist Stojilkovic. Auffällig: Nick von Niederhäusern gehört nicht dem Aufgebot an. Verletzt ist er nicht.

Guten Fussball-Nachmittag, geschätzte Freunde des Challenge-League-Fussballs. Herzlich willkommen aus dem Wiler Südquartier zur 18. Runde. Der FC Wil empfängt heute Nachmittag im Regional-Derby den FC Winterthur. Für beide Mannschaften geht es um die obere Tabellenhälfte. Der FC Wil möchte mindestens auf dem 5. Platz überwintern, die Eulachstädter wollen mit einem Sieg mindestens auf Platz fünf vorrücken. Hoffen wir auf ein kurzweiliges Spiel hier in der IGP-Arena. Pascal Ibig führt Sie durch die Partie.

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Die Vorschau:

Es ist kälter geworden in den vergangenen Wochen. Was auf die meteorologischen Werte zutrifft, lässt sich auch auf die fussballerischen Darbietungen der beiden FCW aus Wil und Winterthur übertragen. Beide sind seit Ende Oktober und nun mehr fünf Spielen ohne Sieg. Die Wiler holten in dieser Phase nur ein mageres Pünktchen zuhause gegen den Tabellen-Vorletzten aus Schaffhausen. Bei Winterthur waren es in November und Dezember bisher drei Zähler. Vor allem aber zeigt die Leistungskurve bei beiden Teams gegen unten. Das Regional-Derby kommt also genau richtig. Beide werden sich sagen, dass gegen den anderen angeschlagenen FCW doch die Wende zum Guten möglich sein müsste. Bereits jetzt ist klar: Der Sieger des Spiels überwintert in der oberen Tabellenhälfte, der Verlierer in der unteren.

Die Wiler:

Bei den Äbtestädtern vermisste man zuletzt in zu vielen Phasen der Partien jene grundsätzlichen Dinge, welche die junge Equipe in der erweiterten Startphase der Saison phasenweise gar auf den Barrage-Platz geführt hatten: das hohe Pressing, die grosse Laufbereitschaft, fehlerfreie Auftritte in der Defensive. «Jeder einzelne Spieler muss bei sich beginnen, die Fehler zu eliminieren und für den Mitspieler zu laufen. Jeder einzelne muss zeigen, dass er es besser kann. 95 Prozent genügen in der Challenge League nicht. Es braucht 105 Prozent oder mehr», sagt Vereinspräsident Maurice Weber. Immerhin haben mit Dominik Schmid und Fabian Rohner zwei als Abwehrspieler einsetzbare Akteure ihre Sperren abgesessen, womit sich der Engpass in der Defensive entschärft.

Es interessiert aber auch, wie es in der Goalie-Frage weitergeht. Der Verein hat dem vormaligen Stammgoalie Zivko Kostadinovic nach knapp zwei Jahren mitgeteilt, dass sein im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. «Wir haben nun mit der Planung der nächsten Saison begonnen und sind der Meinung, dass wir eine Änderung im Tor haben müssen. Das haben wir Kostadinovic frühzeitig kommuniziert. So hat er genügend Zeit, um einen neuen Klub zu finden. Wenn das schon in der Winterpause der Fall ist, werden wir ihm keine Steine in den Weg legen», sagt Weber. Wer nächste Saison Wiler Stammgoalie ist, steht noch nicht fest. Der Kontrakt von Anthony Mossi, der zuletzt gespielt hat, läuft bis kommenden Sommer, plus Option auf Verlängerung. «Auch Mossi muss sich beweisen. Dazu hat er in der Rückrunde Zeit», sagt Weber. Von den beiden jungen Goalies scheint Gino-Yuri Klein die besseren Karten zu haben, obwohl er derzeit verletzt ist.

Die Winterthurer:

Auch bei den Eulachstädtern bedarf es im Jahresabschluss dringend einer Kurskorrektur, um eine über weite Strecken starke Hinrunde nicht in der unteren Tabellenhälfte abzuschliessen. Vor allem die zweite Halbzeit am vergangenen Sonntag gegen Stade Lausanne-Ouchy war ein herber Rückschlag und die 1:2-Heimniederlage absolut verdient. 19:2-Schüsse waren während der gesamten Partie zu verzeichnen – zugunsten des Aufsteigers. Dieser konnte sich sogar erlauben, einen Penalty weit über das Tor zu dreschen, ohne dass der Sieg in Gefahr geraten wäre. Das Gebotene der Eulachstädter war nach dem Seitenwechsel so mager, dass selbst die äusserst leidensfähige Winterthurer Fangemeinde pfiff. Aus ihrer Sicht kommt erschwerend dazu, dass sich Roman Buess und Granit Lekaj gegen den Aufsteiger die vierte gelbe Karte der Saison abgeholt haben und nun in Wil gesperrt sind – genau wie Goalietrainer Paolo Cesari, der sich nach Spielschluss ungebührlich verhalten haben soll.