Vor allem der August hätte ein Rekordmonat für die Badis in der Region werden können. Die Temperaturen kletterten fast wöchentlich über die 30-Grad-Marke. Doch selbst die hochsommerlichen Temperaturen im August konnten die Badesaison nicht mehr überall retten. Denn die Badis durften Corona-bedingt erst Anfang Juni ihre Tore öffnen – und dies nur unter Einhaltung der BAG-Regeln. Jeder Gast musste den Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten. Des Weiteren galten Personenbeschränkungen, je nach Fläche des Freibades.

«Trotz Corona und der dadurch verspäteten Badieröffnung hatten wir eine durchaus gute Saison», sagt Sabin Rickenbach, Geschäftsführerin der Wiler Sportanlagen AG (Wispag). Vor allem der September und dessen hohe Temperaturen hätten noch einmal viele Gäste in die Badi gelockt. Trotz der Schutzmassnahmen konnten zahlreiche Gäste begrüsst werden. Dies sei hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass viele Leute nicht im Ausland Ferien machten. «Wir durften in der Badi Bergholz 45'000 Gäste willkommen heissen. Das sind nur 1000 weniger als im Vorjahr», sagt Rickenbach.

Im Video: «Beim Warmwasser-Aussenbecken Konfliktpunkte»

 

Langjährige Gäste fehlen in Uzwil

«Nebst der verspäteten Öffnung war wegen der Umsetzung des Schutzkonzepts bezüglich Corona eine gewisse Unsicherheit spürbar», sagt Marcel Huber von der Gemeinde Uzwil. Trotzdem durfte die Badi Uzwil diesen Sommer rund 48'000 Gäste zählen. Das hört sich nach viel an, ist jedoch im Vergleich zu anderen Jahren eher unterdurchschnittlich. «Viele langjährige Gäste blieben dem Schwimmbad gänzlich fern, was negative Folgen auf den Verkauf von Saisonkarten hatte», so Huber weiter. Die Akzeptanz bezüglich der Corona-Massnahmen sei anfänglich hoch gewesen. Doch gegen Ende der Saison hätten die Bademeister und Badehilfen die Gäste wieder vermehrt darauf hinweisen müssen.

Anders tönt es bei der Badi Böden in Flawil. Markus Scherrer von der Gemeinde Flawil sagt: «Während der Sommerferien durften wir überdurchschnittlich viele Badegäste empfangen. Was die Corona-Massnahmen betrifft, dürfen wir unseren Gästen ein Kränzchen winden. Sie haben sich vorbildlich verhalten.» In der Badi Böden in Flawil wurden in der Saison 2020 insgesamt 32’000 Badegäste gezählt.

Wegen Corona: Kein Drehkreuz in Münchwilen

In der Münchwiler Badi wurden in der diesjährigen Badesaison vor allem Einzeleintritte verkauft. «Die Gäste kauften weniger Saisonkarten wie in den vergangenen Jahren», sagt Bruno Frei, Präsident der «Genossenschaft Parkbad an der Murg». Bezüglich der Hygienemassnahmen bekam das Parkbad keinerlei Beschwerden von Seiten der Gäste. «Zum Glück konnten gewisse Massnahmen im Verlauf der Badesaison gelockert werden, was die Saison schlussendlich gerettet hat», so Frei weiter. Da das Parkbad Corona-bedingt nicht auf das bewährte Zählsystem mit einem Drehkreuz an der Kasse setzen konnte, gibt es keine Angaben zu den Besucherzahlen.