Der Verein Share@Lab setzt sich für Geschlechtergerechtigkeit und Rollenflexibilität ein und bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen. Mit Julia Onken durfte eine prominente Gastrednerin begrüsst werden. Die Psychologin, Psychotherapeutin und bekannte Buchautorin nahm die rund 45 Teilnehmenden mit auf einen Spaziergang durch die Lebensphasen einer Frau, von den Babyjahren bis ins höhere Alter.

Tun, was eine Frau tun muss

Dieser Gedanke musste den Veranstalterinnen von Share@Lab und weiteren Teilnehmerinnen unweigerlich durch den Kopf geistern, während die eloquente Gastrednerin auf einen Spaziergang durch die Lebensphasen im weiblichen Lebenslauf einlud.

So vollziehe eine Frau unterschiedliche siebenjährige Phasen, die gekennzeichnet seien durch informelle Lernleistungen. So gesehen ist es nur natürlich, dass viele Frauen im Alter zwischen 35 – 42 Jahren ihre eigene Rolle reflektieren, Rollenzwänge hinterfragen und sich mit der Frage konfrontieren, ob sie weiterhin allen gefallen oder doch lieber ihr authentisches Selbst leben wollen.


Aufforderung zum selbst denken

Julia Onken zeigte an eingängigen Beispielen auf, weshalb mangelndes Selbstwertgefühl bei vielen Frauen durch die gemeinsame Geschichte der Frauen und Erziehungsgewohnheiten buchstäblich in den Zellen gespeichert ist. Mit einem Schwenker zum Gedicht von Marianne Williamson über „die tiefste Angst“ regte sie insbesondere die Zuhörerinnen dazu an, selbst zu denken, in ihre Grösse zu kommen und damit an natürlicher Strahlkraft und Selbstbewusstsein zu gewinnen.

Auch diesmal wurde das Gehörte unter den Teilnehmenden am anschliessenden Apéro im Ulrich-Rösch-Saal des Hof zu Wil rege diskutiert. (pd)