2019 waren für diesen Anlass noch 130 Personen ins Kirchgemeindehaus gekommen. Optimistisch deckte das Vorbereitungsteam – auch diesmal wieder unter Leitung von Kirchenvorsteherin Susanne Petitmermet - deshalb für 100 Personen. Auch die «Küchenbrigade» war für eine solche Anzahl Gäste bestens vorbereitet.

Zur grossen Freude der Organisierenden trafen innert einer guten Stunde 75 Personen ein und taten sich an den feinen Teigwaren und den vier schmackhaften Saucen gütlich. Jeannette Häberli hatte vorgängig ein Auge auf die Spaghetti gehabt, während Susanne Petitmermet geduldig all die vielen Zutaten für die Saucen geschnetzelt hatte. Klugerweise wurden nach dem ersten Ansturm laufend frische Spaghetti gekocht, so dass es am Schluss nur ein paar Saucenresten gab.

Auch das Dessertbüffet durfte sich sehen lassen. Die Auswahl bot für alle Geschmäcker etwas. Die Köstlichkeiten fanden reissenden Absatz, sodass schliesslich einzig noch zwei nicht angeschnittene Kuchen übrigblieben.

Im Foyer vergnügten sich Kinder an einem speziell für sie eingerichteten Tisch mit Zeichnen und Malen, aber auch mit Gelächter und Kapriolen, während ihre Eltern ein paar ruhige Minuten bei Erwachsenengesprächen genossen. Der ganze Anlass war von der Freude geprägt, endlich wieder unbeschwert beieinander sitzen zu können. Für eine Weile blieben Lärm und Stress der Welt etwas im Hintergrund.

Jung und Alt sass im Saal, unterhielt sich, ass zusammen und legte danach den erwünschten Obolus in die bereitgestellten Kässeli. Schliesslich sollte es ja nicht nur den Gästen im Saal gutgehen, sondern der Inhalt der Kassen auch zwei Projekten des Hilfswerks «Heks – Brot für alle» zugutekommen. Das kann man unterdessen sogar ohne Bargeld tun, denn man kann auch ganz modern per Twint spenden. Gut 1‘200 Franken kamen zusammen, die nach Abzug der Lebensmittelkosten je hälftig an die beiden Projekte überwiesen werden.

Im westafrikanischen Staat Benin vertrieb ein einflussreicher Politiker mit Waffengewalt in grossem Stil Bauern von ihrem Land. Das Projekt 490.902 der Hilfsorganisation unterstützt nun solche Bauern und hilft ihnen, ihre Landrechte zu verteidigen. Ein weiteres Projekt unter der Nummer 162-1001 unterstützt Menschen im von Gewalt und Kriminalität und zudem vielerorts von unvorstellbarer Armut betroffenen Staat Nigeria. Ziel ist es, den Alltag dieser Leute etwas einfacher zu machen. Oft ist nur schon die tägliche Beschaffung von Lebensmitteln eine grosse Hürde.

Ohne viele fleissige Helferinnen und Helfer wäre ein solcher Grossanlass kaum zu bewältigen. Vier Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft setzten sich tatkräftig ins Zeug, dazu zwei Frauen aus der Kirchgemeinde sowie das Mesmer-Ehepaar Forrer und ihre Stellertreterin Tamara Lindenmann. Zum Glück gibt es in Oberuzwil im Mesmerdienst lauter einsatzbereite, fachkundige Persönlichkeiten. Völlig zu Recht hat der «Kirchenbote» in seiner jüngsten Ausgabe diesem wichtigen Berufsstand eine ganze Nummer gewidmet. Leider bemerkt man ihre wichtige Arbeit oft erst, wenn jemand aus dem Team durch Unfall oder Krankheit ausfällt.

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Natürlich muss nach so einem Anlass auch wieder alles abgewaschen und versorgt werden. Hier - stellvertretend für das ganze Team - Susanne Petitmermet in Aktion. 

Mit seinem Einsatz hat das ganze Helferteam allen 75 Gästen - vielleicht sogar auch sich selber ein wenig - ein grosses Geschenk gemacht. Solche Anlässe stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und leben dem christlichen Solidaritätsgedanken nach, Menschen zur Seite zu stehen, denen es weniger gutgeht als uns.