In diesen Tagen begann in der Uzehalle in Uzwil die Eisaufbereitung. Soweit, so normal. Neu ist: Eine Anpassung der Technik soll den Energieverbrauch reduzieren.Kleinvieh macht auch Mist
Eishallen sind aufwändige Anlagen. Jede Eishalle braucht Energie. Und das nicht zu knapp. Erfahrung und Profession der Eismeister helfen. So darf etwa das Eis nicht zu dick sein, sonst braucht die Anlage fürs Kühlen zu viel Energie. Betriebliche Optimierungen und Wärmerückgewinnungen helfen.

In den nächsten Jahren will Uzwil Fassaden und Dach der Eishalle erneuern. Das bringt auch energetisch Vorteile. Dann soll auch eine grossflächige Photovoltaik-Anlage aufs Dach. Damit die Eishalle quasi zum Kraftwerk wird. Oft sind es aber nicht nur die ganz grossen Schritte, die wichtig sind. Kleinvieh macht auch Mist.

Die Luft ist draussen
Auf Beginn der Saison hat Uzwil gut 20‘000 Franken in die Technik der Anlage investiert. Und rückt den Luftblasen im Wasser zu Leibe. Denn: Je mehr Luft im Wasser der Eisaufbereitung ist, desto mehr Energie braucht die Anlage. Hier setzt die installierte Technologie an. Sie entzieht dem Wasser, welches fürs Aufeisen und für die Eisaufbereitung gebraucht wird, die Luftblasen. Das Eis wird dadurch kompakter, härter und klarer.

Energetisch schlagen drei Vorteile zu Buche: Die Kälteplatte unter dem Eis muss etwa zwei Grad weniger gekühlt werden, weil Wasser ohne Luftblasen besser gefriert. Das Wasser für die Eisreinigung muss nur auf 20 statt 40 Grad erwärmt werden. Und schliesslich braucht die Eisreinigung weniger Wasser, weil das kompaktere Eis weniger tiefe Rillen durch die Beanspruchung aufweist. Erst wenige Eishallen in der Schweiz sind mit dieser Technik ausgerüstet. Die Erfahrungen von dort stimmen zuversichtlich. Mit den Einsparungen von Energie und Wasser dürften die Kosten in zwei Jahren finanziert sein.

Zuerst die Vereine, dann alle
Bis das Eis in der Halle genutzt werden kann, gibts noch einiges zu tun. Das Aufeisen läuft. Ab dem 8. September steht das Eis den Vereinen zur Verfügung. Drei Wochen lang nutzen sie es exklusiv. Ab Montag, 2. Oktober – pünktlich zum Ferienbeginn – steht die Eishalle der gesamten Bevölkerung offen, der allgemeine Eislauf startet.

 zum Kommentar Gemeindepräsident

WEITERE THEMEN
Ein zweites Leben für Postroller-Batterien

Elektromobilität hat viele Facetten. Im Alltag fällt die Rollerflotte der Schweizer-ischen Post auf. Ihre Batterien erhalten ein zweites Leben.
Die elektrisch betriebenen Zwei- und Dreiradfahrzeuge der Post gehören auch in Uzwil zum Ortsbild. Nach etwa sieben Betriebsjahren haben die Batterien der Zustellfahrzeuge noch eine Speicherkapazität von knapp 80 Prozent – zu wenig, um weiterhin für die Briefzustellung eingesetzt zu werden. Aber mehr als genug für die Verwendung in einem stationären Stromspeicher. Deshalb wurde das Projekt «Ein zweites Leben für Postrollerbatterien «erod» ins Leben gerufen.

Im Rahmen des Projektes werden aussortierte Batterien aus Postrollen zu stationären Stromspeichern umgebaut, um vor Ort Solarstrom zu speichern. Eine spannende Facette der Elektromobilität.

Aus der Schweiz
Hergestellt werden die Zustellfahrzeuge nebenbei von Kyburz Switzerland AG. Das innovative Schweizer Unternehmen treffen Sie am 9. September an der Ausstellung «Elektromobilität und Solarstrom» auf dem Raiffeisenplatz. Nebst den Zustellfahrzeugen für die Post präsentiert es dort auch ein neues Produkt in einer ganz anderen Sparte, den puristischen Elektro-Sportwagen «erod».

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Kehrichtsammlungen
Mittwoch in Niederuzwil. Donnerstag in Uzwil und Stolzenberg. Freitag in Algetshausen, Henau, Niederstetten und Oberstetten. Bitte stellen Sie Ihren Kehricht am Abfuhrtag bis 07.00 Uhr bereit.

Grünabfuhr
Montag in Niederuzwil, Uzwil und Stolzenberg. Dienstag in Algetshausen, Henau, Niederstetten und Oberstetten. Das Grüngut stellen Sie bitte dort bereit, wo Sie auch den Kehrichtsack hinstellen.


Verwaltung zügelt im Dezember
In der Woche vom 11. bis 15. Dezember zügeln die dezentralen Standorte der Verwaltung ins neue Gemeindehaus. Während der Zügelwoche gibts einen Notbetrieb für unaufschiebbare Dienstleistungen. Unsere Bitte: Wenn immer möglich nutzen Sie unsere Dienstleistungen vorher oder nachher. Danke.

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Henauerstrasse gesperrt
Am 9. September erleben Sie Elektromobilität und Solarstrom auf dem Raiffeisenplatz in Niederuzwil und angrenzend auf der Henauerstrasse. Die Strasse ist dazu in einem Teilabschnitt gesperrt, mit Auswirkungen auch aufs Postauto.
Die Ausstellung Elektromobilität und Solarstrom fällt dieses Jahr grösser aus, braucht mehr Platz. Sie erstreckt sich nebst dem Raiffeisenplatz deshalb auch auf den anstossenden Teil der Henauerstrasse. Die Henauerstrasse bleibt deshalb in diesem Abschnitt am 9. September gesperrt.

Auto und Postauto
Für den motorisierten Verkehr wird eine Umleitung via Bahnhofstrasse-Schöntal-strasse signalisiert. Auch die Postautos der Linie Uzwil-Wil und Wil-Uzwil können die Henauerstrasse im fraglichen Abschnitt nicht befahren. Sie weichen aus via Sonnenhügelstrasse-Herrenhof-strasse zur Henauerstrasse. Die Haltestelle Marienfried wird für die Linie Uzwil-Wil und Wil-Uzwil nicht bedient, die Haltestelle Schöntal wird nach oben Richtung Sonnenhügelstrasse versetzt.

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Bambolo – ein Rückblick
Bambolo – das Ferienprogramm – ermöglichte den Kindern spannende Aktivitäten und Gemeinschaftserlebnisse in der Natur.

Das Bambolo 2017 ist Geschichte. Präsidentin Manuela Trunz zieht fürs Uzwiler Blatt Fazit: «Das Ferienprogramm war wieder ein voller Erfolg! Wir hatten täglich über 120 Kinder, die das vielfältige Angebot im Rüteliwald nutzten. Auch an regnerischen Nachmittagen sah man eine grosse Schar strahlender Kinder von Algetshausen her ins Bambolo-Gebiet laufen. Insgesamt hat das Angebot, das aus Ponyreiten, Baumklettern, Geocaching, Basteln, Schnitzen, Jonglieren und vielem mehr bestand 225 Kinder im Alter von 6-12 Jahren begeistert. Über 90 verschiedene Helfer, Oberstufenschüler, Eltern und Grosseltern haben das Ferienprojekt ermöglicht. Örtliche Vereine haben zudem ein tolles Programm mitgestaltet. Wir haben uns über die Unterstützung und grosse Hilfe von allen sehr gefreut und bedanken uns dafür. Wir freuen uns schon jetzt, dass das Bambolo im Sommer 2018 wieder stattfinden wird!» Auch die Gemeinde dankt herzlich fürs Engagement!