Dass die Gemeinde Lommis schon seit vielen Jahren auf ihre, auch sonst schon wunderbar idyllischen Grillplätze, stolz sein kann, liegt hauptsächlich an Josef «Jose» Schönenberger. Er ist die treibende Kraft, wenn es ums Aufräumen und Instand stellen der äusserst beliebten Naherholungszonen geht. Wöchentlich macht er sich einen Überblick über die Grillstellen, füllt Brennholz auf und entsorgt fachgerecht liegengebliebener Müll. «Es ist jedoch beileibe nicht so, als dass wir uns mit grossem Littering und Zerstörungswut auseinandersetzen müssen. Daher gilt mein Lob den Besuchern, welche sogar aus anderen Gemeinden kommen und fast immer ihren Müll mitnehmen. Es ist einfach immens wichtig, dass wir zu unserer schönen Natur Sorge tragen», sagt Josef Schönenberger. Er ist am Samstagmorgen einmal mehr mit knapp 30 Freiwilligen von Grillstelle zu Feuerstelle unterwegs, es ist in diesem Moment der achte Lommiser «Uufrumtag». Und obschon die Grillstellenbenutzer ihre Abfälle vorbildlich wieder mitnehmen, gibt es doch wiederkehrend Arbeiten die erledigt werden müssen. «Den Zugangsweg zur Grillstelle am Kaabach haben wir mit Holzschnitzel belegt, die Asche in den Feuerstellen müssen wir fachgerecht entsorgen und Brennholz legen wir auch immer genügend bereit. Auch Grillwerkzeug steht immer zur Verfügung, an der Grillstelle Kaabach vermehren sich sogar manchmal Grillzange und Grillspiess, dies, wenn es etwa vergessen wird mitzunehmen», sagt Schönenberger augenzwinkernd.


Die Fischer sind mit im Boot

Am Samstagmorgen sind auch mehrere Mitglieder des hiesigen Fischerverein Lommis mit dabei, pflegen und säubern die Gewässer der Lauche. Hermann Schalch sagt, dass in der Lauche Metall- und Plastikteile gefunden wurden. «Für uns ist es selbstverständlich, dass wir an unserem «Uufrumtag» mithelfen, schliesslich geniessen wir bei uns eine unverkennbar schöne Natur.» Tatkräftig unterstützt werden die Erwachsenen von zahlreichen Kindern. Dazu gehören die beiden achtjährigen Nicolò D’Alelio und Jari Stutz. «Wenn wir beim Aufräumen mithelfen, können wir nach der Arbeit ein bisschen Klettern, Feuer machen und spielen. Wir sind immer gerne draussen und die Wurst vom Grill war zum Schluss megafein», sagen die beiden. Es geht den Verantwortlichen um Josef Schönenberger nicht darum, jemanden zum Helfen zu zwingen. «Es liegt uns viel mehr am Herzen, unsere Mitbewohner zu sensibilisieren. Ihnen unsere Natur und Grillstellen bekannt zu machen und miteinander etwas Gutes tun. Es dürfen am «Uufrumtag» auch Freundschaften geschlossen werden, so treffen sich später unterschiedliche Personen wieder und grillieren an einer unserer vier Grillstellen.»