Seit Dienstag nimmt im Kanton Thurgau eine mobile Equipe Impfungen in Alters- und Pflegeheimen vor. Das Interesse ist ausgesprochen gross. Das Thurgauer Amt für Gesundheit hat verschiedene Kriterien für die Impfkampagne in den Alters- und Pflegeheimen definiert. So können gemäss den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit nur Personen geimpft werden, die sich nicht in Isolation oder Quarantäne befinden, die sich also weder mit dem Coronavirus angesteckt haben, noch Kontakt zu einer angesteckten Person hatten und in den letzten drei Monaten nicht an Covid-19 erkrankt sind.

Ferner sollen die Tageskapazitäten optimal ausgenutzt werden. Dies bedeutet, dass am gleichen Ort möglichst viele Personen geimpft werden sollen. Jeder Ortswechsel der Impfequipe erhöht den Aufwand für die Vorbereitung des Impfstoffes, der – einmal aufgetaut – nicht mehr geschüttelt werden darf und am gleichen Tag injiziert werden muss. Aktuell kann das Impfteam am gleichen Ort maximal 140 Dosen pro Tag verabreichen. Ist ein Ortswechsel nötig, sind es höchstens 100 Impfdosen pro Tag.

Zuerst alle Risikopersonen

Ein weiteres Kriterium ist die regionale Verteilung im Kanton und der Anteil der impfwilligen Bewohner. Zwingend ist schliesslich, dass sich das Heim für die Impfkampagne mit allen notwendigen Angaben angemeldet hat. Weiter wird gewünscht, dass der Heimarzt bei der Impfung vor Ort ist. Viele Heime werden diesen Kriterien gerecht. Das Impfteam versucht nun, alle Anträge möglichst zeitnah zu berücksichtigen, wobei das Eingangsdatum ebenfalls eine Rolle spielt. Aufgrund der Impfstoff-Verfügbarkeit ist es allerdings nicht möglich, an vielen Orten gleichzeitig zu sein, wie die Fachstelle Pandemie des Kantons Thurgau mitteilt.

«Ziel ist es, möglichst schnell möglichst viele Risikopersonen zu impfen», fasst die Chefin des Amtes für Gesundheit, Karin Frischknecht, zusammen. Bis und mit Freitag hat die mobile Impfequipe zirka 470 Impfungen in sechs Heimen vorgenommen. (pd)