240 Schüler an den öffentlichen Oberstufen Lindenhof, Sonnenhof und Bronschhofen sowie kein Geld mehr für das private Kathi. So will es der Wiler Stadtrat ab dem Jahr 2024. Je 240 Schüler im Lindenhof und in Bronschhofen sowie 240 Schüler im St. Katharina. So ist die künftige Verteilung an den Wiler Oberstufen, wenn es nach dem Kathi-Stiftungsrat geht. Die Privatschule würde künftig Sek-Knaben aufnehmen und Realschüler beider Geschlechter. Dies geschähe im Rahmen des so genannten Modells B+, welches vom Kathi am Dienstag präsentiert worden ist. (hallowil.ch hat berichtet)

Bei der Stadt hat man keine Freude über den Vorstoss der Privatschule. «Dieses Modell B+ weist gegenüber dem Modell B verstärkte Nachteile auf», sagt Schulpräsidentin Jutta Röösli. Aus ihrer Sicht würde damit der Volksschulgedanke einer geschlechterdurchmischten Beschulung «weiter beschnitten und die Chancengleichheit geschmälert». Ein Teil der Kinder werde aus dem System herausgenommen und an einer Privatschule geschlechtergetrennt beschult. «Die soziale Durchmischung wird damit geschwächt», sagt Röösli. Kathi-Stiftungsratspräsident Armin Eugster sieht es anders: «Es ist kein Verstoss gegen das Volksschulgesetz, solange niemand in eine geschlechtergetrennte Schule gezwungen wird. Wir bieten eine Auswahl an.»

Stadtrat weiter für Modell D

Für Schulpräsidentin Röösli hat das vom Stadtrat vorgeschlagene Modell D mit drei öffentlichen Oberstufen «klare Vorteile» und es sei eine «zukunftsgerichtete Konzeption». Röösli hält zudem fest, dass die Schule St. Katharina das Model B eingebracht habe. «Gemeinsam wurde die Detaillierung dieses Modells vorgenommen. Ganz am Schluss, als die Gegenüberstellung der Modelle vorlag, hat die Stiftung den Vertragsentwurf abgelehnt», sagt die Schulvorsteherin.

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Schulpräsidentin Jutta Röösli kann sich mit dem Kathi-Vorstoss nicht anfreunden.