Adriana Capone heisst die neue Inhaberin und Geschäftsführerin, welche mit einem dreiköpfigen Team den Dorfladen weiterbetreibt, den sie von ihrem Vorgänger und ehemaligen Chef, Martin Böhi, Mitte Oktober übernommen hatte. So kurz der Entscheid erst zurückliegt, ein Schnellschuss war er mitnichten. «Ich habe hier während sechseinhalb Jahren gearbeitet und es unter Herrn Böhi gutgehabt, so dass mir der Dorfladen sehr ans Herz wuchs. Da es absehbar war, dass mein Chef bald in Rente gehen wird, hatte ich mich mit der Möglichkeit, das Geschäft zu übernehmen, schon länger beschäftigt», so die gelernte Bäckereifachverkäuferin.

Wissen, was die Kunden wollen

Als sie dann gefragt wurde, ob sie den Dorfladen weiterführen wolle, zögerte sie nicht. «Klar ist es ein unternehmerisches Risiko, aber ich weiss, wie sehr die Gähwilerinnen und Gähwiler am Geschäft hängen. Wir haben hier eine treue Stammkundschaft. Und ich weiss, was diese will und von uns erwartet», gibt sich Capone zuversichtlich. Doch nicht nur darüber hatte die innovative Geschäftsfrau schon früh eine klare Vorstellung, sondern auch von der zukünftigen Geschäftsgestaltung an sich. «Mir war klar, dass man den alten Laden modernisieren musste – und so haben wir in zweieinhalb Wochen einen zuvor minutiös geplanten Umbau durchgezogen», strahlt Capone.


Umfassend renoviert und modernisiert

Tatsächlich erkennt man das Geschäft, falls man ein paar Monate nicht mehr drin war, kaum mehr wieder. Die Räume wirken hell und die Regale sind neu und schön eingeräumt. Überall gibt es kleine, liebevoll hergerichtete Aktionsinseln, die gezielt als attraktiver Blickfang dienen. «Mir war es ein Anliegen, dass wir jetzt frisch und modern daherkommen. Entsprechend haben wir das Angebot aus regionalen Produkten wie Käse, Fleisch oder Dörrobst ausgebaut und werden uns auch weiter nach interessanten Produkten umsehen», so Capone, die bei der Arbeit von Bea Keller, Vanessa Blöchlinger (beide Verkauf) und Freddy Metzger (Administration) unterstützt wird. Hinzu kommen noch ein paar «Ehrenamtliche», die ab und zu mithelfen, eine Lieferung einzuräumen. «So etwas gibt es halt noch bei uns in Gähwil; ich finde das absolut megaschön, diesen Zusammenhalt», so Capone.

Und wo vor kurzem noch die alte, schwere Ladentüre aufgestossen werden musste, gleitet nun ein vollautomatische Schiebetüre auf – was nicht nur für ältere Kunden sicherlich ein Plus ist. Dementsprechend waren auch die Rückmeldungen auf den Umbau: «Wir haben nur positive Reaktionen erhalten. Und ich habe sogar einige Leute hier gesehen, die zuvor schon lange nicht mehr im alten Geschäft vorbeigeschaut hatten», freut sich Capone.


Gutes muss nicht teuer sein

Adriana Capone will zudem aktiv dem landläufigen Image entgegentreten, dass ein Dorfladen zwangsläufig teuer sein muss – und kann dabei mit einem Pfund wuchern. «Dass wir ein «Maxi»-Laden sind, bedeutet, dass wir viele Produkte von Grossverteiler «Spar» beziehen und so ein preislich sehr attraktives Angebot anbieten können», freut sich Capone. Auch wurde das Sortiment auf den Neustart hin zusätzlich mit Bio-Produkten und veganen Lebensmitteln erweitert. Und zu guter Letzt kann man im «Maxi» nicht nur in der integrierten Postagentur seine Briefe und Pakete aufgeben, sondern in einer kleinen Kaffeeecke auf einen Plausch oder zum Aufwärmen in der kalten Jahreszeit gemütlich einkehren.

Der Samichlaus kommt in den «Maxi»

Apropos «kalte Jahreszeit»: Am Samstag, den 11. Dezember kommt der Samichlaus mit dem Schmutzli zwischen 8 und 12 Uhr den «Maxi» in Gähwil besuchen. Kinder sind in Begleitung ihrer (Gross-)Eltern dazu eingeladen, dem Samichlaus ein Sprüchlein aufzusagen – und dürfen sich dafür anschliessend ein Säckchen mit feinen Leckereien füllen. Und was noch besser ist. Wer ein wenig Zeit mitbringt, darf mit der Gähwiler Tierpädagogin Marika Neveri und ihren Alpakas einen viertelstündigen Spaziergang durchs Dorf machen.