Eine illustre Schar von Gästen findet sich im Obergeschoss in einem grossen Sitzungraum ein um die Einweihung der neuen Kantine und Empfangshaus zu feiern. In verschiedenen Gruppen wurde man durch die Etagen geführt. Die hellen grosszügigen Räume wurden von Architekt Daniel Fuchs konzipiert. Nach der Besichtigung standen diverse Grussworte an. Die Firma Stihl ist seit 47 Jahren in Wil. Begonnen hat die Kettenwerk-Geschichte an der Pestalozzistrasse mit zwei Maschinen und sechs Mitarbeitern. Am heutigen Standort an der Hubstrasse ist die Firma seit 1980. Nach Erweiterungen in den Jahren 1986 und 2003 wurde in Bronschhofen ein zweites Werk erstellt.

Auf regionale Produkte wird Wert gelegt

Cäcilia Frank hat in den letzten Monaten am Projekt intensiv mitgewirkt und hat so grossen Anteil an dieser gut konzipierten Kantine. Frank wird als Kantinenchefin künftig Mitarbeiter und Gäste bewirten. Die warme und kalte Küche wird grossmehrheitlich aus regionalen Produkten bestehen. Nebst einer herkömmlichen Ausgabe-Theke sind aber auch sogenannte Inseln im Kantinenraum zu finden, und zwar mit Tagessupe, einer Kaffee-Ausgabe sowie einer Frischeinsel mit vielen Salaten. Auf zwei Etagen können die Mitarbeiter ihre Verpflegung einnehmen, auch auf der teilweise gedeckten Terasse.

Nebst der Kantine befindet sich auch der Empfangsbereich im neuen Gebäude. Kunden und Lieferanten werden von dort an die richtigen Orte verwiesen. Die Firma Stihl verfügt zwar nicht über eine Kita, aber Eltern, die beide in der Firma arbeiten, haben die Möglichkeit ihren Nachwuchs am Schichtende in einem separaten Raum dem anderen Elternteil sicher zu übergeben. Im ehemaligen Verwaltungstrakt befindet sich neu ein Still-Zimmer, darin finden Mütter eine ruhige Zone, um Babys zu stillen, aber auch Schwangere dürfen sich dort ausruhen.



Die bau-wütigste Gesellschaft in der Stihl-Gruppe

Dr. Nikolas Stihl, Beirats- und Aufsichtsratsvorsitzender, sowie Gesellschafter der Stihl Holding AG & Co.KG, erwähnt in seiner Rede seinen Vater, der anfangs der 70-er Jahre den Produktionsbetrieb nach Wil brachte. «Damals ahnte mein Vater wohl nicht, dass er mit dieser Entscheidung die bau-wütigste Gesellschaft der Stihl-Gruppe geschaffen hatte», meinte Nikolas Stihl mit einem Schmunzeln. Weiter lobte er die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Wil aber auch mit dem Kanton St. Gallen.

Susanne Hartmann, Regierungsrätin, überbrachte Grussworte vom Kanton. Sie freut sich, dass man so langsam wieder in eine «Normalität» zurückkehren kann. «Vor zwei Jahren habe ich als Stadtpräsidentin am Spatenstich mitgewirkt und heute darf ich als Regierungsrätin vom Baudepartement meine erste Einweihung erleben und das erst noch in Wil», freut sich Hartmann. Für Hans Mäder, Stadtpräsident Wil, ist es wichtig, der Firma Stihl für die Treue zu danken. Mit den Standorten Wil und Bronschhofen sei Stihl der grösste industrielle Arbeitgeber und ein starker und verlässlicher Partner.

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Hans Mäder, Stadtpräsident Wil; Dr. Bertram Kandziora, Vorstandsvorsitzender; Dr. Rüdiger Stihl; Daniel Fuchs, Architekt; Joachim Zappe, Geschäftsführer STIHL Kettenwerk Schweiz;Dr. Nikolas Stihl, Vorsitzender des Beirates und des Aufsichtsrates; Susanne Hartmann, Regierungsrätin Kanton St. Gallen; Martin Schwarz, Mitglied des Vorstands (v.l.n.r.)


Kantinengebäude in Zahlen

  • Die Baukosten belaufen sich auf rund 18 Mio. Franken
  • Der keilförmige Baukörper ist 59 m lang und 26 resp. 11 m breit
  • Die Höhe inkl. Technikraum ist 15 m
  • 2075 m2 Nutzfläche
  • 1200 m3 Beton wurde verbaut
  • 550 Tonnen Armierungseisen eingelegt
  • 1150 m2 Glasfläche sorgt für Helligkeit und Licht
  • 320 Stück Sprinkler-Köpfe sorgen für Sicherheit
  • 12 Mitarbeiter arbeiten in der Kantine
  • 250 Essen verlassen die Küche pro Tag
  • Fr. 7.50 bis Fr. 12.50 sind die Menüpreise
  • Fr. 3.50 bis Fr. 4.50 zahlen die Lehrlinge für die Verpflegung