Die Schulraumplanung sorgt in Münchwilen schon seit Jahren immer wieder für Diskussionen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Erweiterung bei der Primarschule Oberhofen. Aus einem Wettbewerbs-Projekt sind erste Pläne und Ansichten hervorgegangen. Es soll ein zweistöckiger Langbau mit sechs Schulzimmern und drei Kindergartenräumen entstehen, wobei total drei Räume derzeit als Reserve vorgesehen sind. Geht es nach der Schulbehörde, so sprechen die Stimmbürger an der Schulgemeindeversammlung von Mittwochabend einen Planungs- und Projektierungskredit in der Höhe von 585'000 Franken.

Doch dagegen regt sich nun Widerstand. Am Tag vor der Schulgemeindeversammlung publizierte die Hinterthurgauer Lokalzeitung «Regi – die Neue» ein Inserat, in welchem Othmar Sauter die Stimmbürger «dringend» dazu aufruft, diesen Kredit abzulehnen. Sauter ist im Bezirkshauptort kein unbeschriebenes Blatt, gehörte er doch während zwölf Jahren der Münchwiler Schulbehörde an. Dem «Nein» zur Schulraumplanung legt er die Zukunft des Kindergarten Strumpfi zugrunde. Man brauche in Münchwilen keinen neuen Kindergarten «für viele Millionen, mit dem wir eine ganze Spielwiese verbauen», schreibt er. Die Stimmbürgerschaft habe schon vor zehn Jahren ein «solch unsinniges und viel zu teures Projekt» abgelehnt. Und weiter: «Es stimmt nicht, dass der bestehende Mietvertrag des Kindergartens gekündigt wird – einzig die Behörde will das.» Für die Primarschüler gebe es viel günstigere Lösungen, zum Beispiel im Ortsteil St. Margarethen.

Bezug frühestens im Jahr 2021

Sollte der Kredit trotzdem gutgeheissen werden, wird das Projekt vertieft geplant. Eine Urnenabstimmung zum Baukredit würde im Herbst 2019 erfolgen. Gibt es im Baubewilligungsverfahren keine Einsprachen, wäre der Spatenstich im Frühjahr 2020 und das neue Schulhaus könnte im Sommer 2021 bezogen werden.

So hat Hallowil.ch über den Nachtragskredit für die neue Waldegg-Garderobe berichtet.