Fluglärm, Schiesslärm, Mehrverkehr, Vogelgezwitscher, Windböen, Traktoren nachts und noch viel mehr sorgen in Hurnen für Lärmemissionen. Selbstredend enerviert sich der Betroffene und will nicht, dass sich die Schützen Eschlikon, deren Schiessstand sich auf Hurner Boden befindet, mit den Sportfreunden aus Münchwilen zusammentun. «Zusätzlicher Lärm reduziert die Immobilienpreise bei uns.» Oder: «Wie kommen die Jungschützen von Münchwilen nach Hurnen?». Oder: «Sie könnten ja genau so gut nach Wil um ihren Sport auszuüben.»

Die Aussagen der Anwohner gleichen sich, man will die Natur als Natur belassen. So sagt eine Anwesende, dass Mutter Natur respektiert werden soll. «Da wird in den Wald geschossen, es gibt Mehrverkehr und unser Naherholungsgebiet wird verschandelt», so die Voten einer besorgten Bürgerin. Gemeindepräsident Hans Mäder relativiert. «Noch sind wir auf Feld eins. Überhaupt nichts ist abgemacht oder beschlossen. Es geht heute einzig darum, das Empfinden der Anwohner zu spüren.» Es sind rund 30 Personen, die an diesem Informationsanlass im Restaurant Landhaus teilnehmen und miteinander diskutieren. 

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Nach einer sanften Renovation sollten Schiesstunnels die Schallschutzwände ersetzen und somit noch etwas mehr für Schiesslärmdämpfung sorgen.


Kosten könnten geteilt werden

Ob und wie eine Zusammenarbeit der Schützen Eschlikon und Münchwilen aussehen könnte, steht noch in den Sternen. Wenn aber die Münchwiler mit ins Boot geholt werden, können die Kosten für eine Schützenhaussanierung geteilt und andere Ressourcen (Schiesszeiten, Schussanzahl, Schusstage) genutzt werden. Einigen Anwohnern ist das trotzdem ein Dorn im Auge. «Vor einigen Jahren holte man die Eschliker nach Hurnen und jetzt sollen es auch noch die Münchwiler sein», enervierte sich ein Anwesender.

Klar ist: Das Schiesswesen im Hinterthurgau wird sich verändern. Wie genau, wird sich in naher Zukunft zeigen.