«Viel Lärm um nichts», mit diesen Worten kommentierte der Gemeinderat Eschlikon, den jüngsten Entscheid der Gemeinde Münchwilen. Denn Münchwilens Gemeinderat hat entschieden, dass deren Schützen, sich der Schiessanlage Thurau Wil anschliessen. Und das scheint der Gemeinde Eschlikon irgendwie sauer aufzustossen, denn in der aktuellen Ausgabe der «Eschliker Nachrichten» findet sie klare Worte für diesen Entscheid. Doch noch einmal von vorne: Nachdem der 300-Meter-Schiessstand in Münchwilen aufgehoben wurde, suchte die Politische Gemeinde einen neuen Standort einerseits für das Vereinsschiessen andererseits aber auch für das obligatorische Schiessen. So sah es lange nachdem aus, dass die Gemeinden Münchwilen und Eschlikon diesbezüglich zusammenarbeiten werden: Denn die beiden Gemeinden haben eine Vereinbarung getroffen, wonach die Münchwiler Schützen seit Anfang des Jahres die Anlage in Hurnen mitbenützen dürfen. «Die Absichtserklärung sah vor, dass sich die Gemeinde Münchwilen an den künftigen Investitionen beteiligen wird und die Gemeinde Eschlikon im Gegenzug den obligatorischen Schiessbetrieb für beide Gemeinden sowie die gemeinsame Nutzung der Schiessanlage für die beiden Schützenvereine sicherstellt», heisst es in den «Eschliker Nachrichten». Doch dann kam die Kehrtwende: Münchwilens Gemeinderat hat dem Eschliker Gemeinderat mitgeteilt, dass sich das Schiesswesen Münchwilen der Schiessanlage Thurau in Wil anschliessen wird und «ab dem Jahr 2021 somit nicht mehr auf das Gastrecht in Hurnen angewiesen ist».

Eschliker Schützen haben ab 2021 ihre Anlage für sich

«Die erwähnte Absichtserklärung, welche eine längerfristige Vereinbarung ab dem Jahr 2021 vorsah, wird somit nicht mehr benötigt», teilt die Gemeinde Eschlikon nun mit. Für das laufende Jahr gelte das Gastrecht aber noch. Hierfür habe die Gemeinde Münchwilen der Gemeinde Eschlikon einen Beitrag von 5000 Franken überwiesen. «Ab 2021 haben die Eschliker Schützen somit ihre Anlage wieder für sich alleine und die Bevölkerung von Hurnen muss keine zusätzlichen Lärm-Belastungen befürchten», so der Eschliker Gemeinderat. 

Investitionen werden neu definiert

Für die Gemeinde Eschlikon ist damit jetzt schon klar, dass die geplanten Investitionen in die Schiessanlage von 400 000 Franken nun halbiert werden. «Da der Beitrag aus Münchwilen wegfällt», erklärt der Gemeinderat. Mit den im Budget vorgesehenen 200 000 Franken seien unter anderem die künstlichen Kugelfänge, die elektronische Trefferanzeige, Schiesstunnels sowie eine sanfte Renovation des Schützenhauses vorgesehen. «Die Arbeiten sollen gleichzeitig mit der Altlastensanierung diesen Herbst erfolgen», wird in den «Eschliker Nachrichten» informiert. Obwohl die Verhandlungen mit der Gemeinde Münchwilen nicht das erwartete Ergebnis ergeben habe, seien diese nicht umsonst gewesen. «Der Gemeinderat hat sich in den vergangenen zwei Jahren intensiv mit dem Schiesswesen auseinandergesetzt und diesbezüglich, nicht zuletzt anlässlich einer Informationsveranstaltung in Hurnen, auch wichtige Erkenntnisse aus der umliegenden Bevölkerung erhalten», so der Gemeinderat. Eine Erkenntnis sei si-cherlich diejenige, dass der Schützenverein Eschlikon in Hurnen bestens integriert und akzeptiert sei. (pd/red)