Das Projekt geht weit über den Bau einer Abwasserreinigungsanlage hinaus. Es schliesst Verbindungsleitungen und Sonderbauwerke mit ein. Bestehende Anlagen werden möglichst weiter genutzt. Mit der modernen Technologie und den Kapazitäten kann nicht nur eine bessere Reinigungsleistung für das Abwasser aller Einwohnerinnen und Einwohner und der Betriebe erzielt werden, der Betrieb wird auch robuster und stabiler, kann etwa auf Verände- rungen in der Zusammensetzung des Abwassers oder auch auf unterschiedliche Entwicklungen der angeschlos- senen Gemeinden besser reagieren, wie es im aktuellen Mitteilungsblatt heisst. 

Verband gründen

In den nächsten Monaten wird der Zweckverband gegründet. Dafür müssen die beteiligten Gemeinden ihre Vertreter bezeichnen und es gilt, einen Verwaltungsrat einzusetzen. Auch die Geschäftsführung soll möglichst bald personell besetzt werden, damit die Bauprojekt- und Bewilligungsphase eingeläutet werden kann. 

Bis jetzt haben die Gemeinden mit bestehenden ARA das Projekt ARA Thurau vorangetrieben. Den jeweiligen ARA sind weitere hinterliegende Gemeinden angeschlossen, die ihrerseits die Möglichkeit haben, sich der neuen Struktur anzuschliessen. Sie bekommen dann Stimm- und Mitwirkungsrechte, etwas, das bereits im Aufbau der Ver- bandsstrukturen berücksichtigt ist. In den nächsten Monaten werden sich demzufolge Kirchberg, Niederhelfen- schwil, Rickenbach, Sirnach, Wilen und Wuppenau mit dem Projekt befassen und darüber befinden.

Miteinander

Der ganze Verband ist auf ein faires Miteinander ausgerichtet und tariert die Verpflichtungen aus. Ein wesentliches Element ist, dass sich die Verbandsgemeinden zur Aufgabe machen, eine gemeinsame generelle Entwässerungs- planung zu realisieren. Mit diesem Instrument wird auch langfristig dafür gesorgt, dass die meist unsichtbare Infrastruktur optimal genutzt und unterhalten wird.

Weiter optimieren

Die Abstimmungsvorlagen basierten auf einem Vorprojekt. Die letzten Möglichkeiten zur Optimierung, sei es betrieblich oder baulich, sind noch nicht ausgeschöpft. Zwischen Planung und Realisierung macht die Technik Fortschritte, beispielsweise in der Verfahrenstechnik, im Bereich der Energie oder in der Rückgewinnung von Wertstoffen. Nachdem klar ist, dass das Projekt zum Fliegen kommt, wird auch in dieser Hinsicht weitergearbeitet.