Schon seit geraumer Zeit ist klar, dass es für das Alterszentrum Tertianum Rosenau in Kirchberg keine Zukunft gibt. Der fünfjährige Mietvertrag, welcher 2021 ausläuft, wird nicht verlängert. Also haben sich die Verantwortlichen der Tertianum-Gruppe auf die Suche nach einem neuen Zuhause gemacht. Nachdem die Privatorganisation in Wil auf verschlossene Türe stiess, wurde das Projekt «Spelteriniwiese» angeschoben. Im Zentrum vom Bazenheid entsteht derzeit hinter dem Migros ein neues Quartier, in welchem sich das Alterszentrum niederlassen wird. Neben 72 Pflegeplätzen wird es neu auch 9 Alterswohnungen geben. Die Bauarbeiten sind auf Kurs. Im Jahr 2021 wird das Wohn- und Pflegezentrum von Kirchberg nach Bazenheid zügeln.

Vor einigen Tagen hat nun Kirchbergs Gemeindepräsident Roman Habrik im hallowil.ch-Jahresend-Interview bestätigt, dass die Credit Suisse das entsprechende Stück Land in Kirchberg verkauft hat. Dies geschah bereits per 1. Oktober. Neuer Eigentümer ist die Cadina AG in Aadorf, welche Immobilien-Dienstleistungen anbietet. Inhaber Robert Düring sagt: «Bis Mitte 2021 besteht ein verbindlicher Mietvertrag für die aktuelle Nutzung. Es haben erste konstruktive Sondierungsgespräche mit der Gemeinde stattgefunden, da bilaterale Interessen gegeben sind.» Die Vermutung liegt nahe, dass Wohnhäuser geplant sind. «An dieser zentralen Lage ist das ganz sicher eine Option, keine Frage. Aber es gibt auch andere Denkansätze, welche nun in Zusammenarbeit mit der Gemeinde geprüft werden. Aufgrund es grosszügigen Zeitfensters haben wir alle genügend Zeit, ein ausgereiftes Projekt zu entwickeln», sagt Düring. Das erste Halbjahr 2019 nimmt man sich nun Zeit, um weitere Gespräche zu führen.

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Der Bau ist auf Kurs: So soll das neue Bazenheider Quartier samt Pfelge- und Alterswohnungen auf der Spelteriniwiese aussehen. (Visualisierung: pd)


Ersatzbauten für Clientis, Volg und Landi

Die Lage ist auch darum interessant, weil sich das ganze Dorfzentrum von Kirchberg in den nächsten Jahren markant verändern dürfte. Die Planungsarbeiten an der Überbauung Kirchberg Zentrum Süd sollen laut Angaben der Gemeinde Kirchberg zügig weitergeführt werden. Hauptsächlich tangiert sind die Clientis Bank, die Landi Genossenschaft, die Stockwerk-Eigentümerschaft Husenstrasse 8a-8f sowie Untere Harfenbergstrasse 13. Sie hatten im vergangenen Sommer einen Masterplan unterzeichnet. Mittlerweile ist auch ein Sondernutzungsplan erlassen worden.

Für die nicht schutzwürdigen Bauten von Clientis, Volg und Landi sowie einem Wohnhaus sollen fünf Ersatzbauten entstehen. Zudem entsteht im Süden des Planungsgebietes auf einer bis jetzt unbebauten Fläche im Hangfuss ein neues Gebäude mit Bezug zum Zentrum und dem Wohnquartier. Die Bauten sind zum grössten Teil viergeschossig, das westlichste Haus an der Gähwilerstrasse innerhalb des Ortsbildschutzgebietes ist dreigeschossig und das Bankgebäude mit darüberliegenden Wohngeschossen am Dorfplatz soll fünf Geschosse umfassen. Dies hatte die Gemeinde Kirchberg vergangenen Herbst kommuniziert.

Überbauungen und Durchfahrt als ein Ganzes

Damit die Umgebungsgestaltung der Überbauung mit derjenigen auf der Ortsdurchfahrt abgestimmt werden kann, hat der Gemeinderat nun einen Kredit für unvorhersehbare neue Ausgaben von 20'000 Franken genehmigt. Es ist geplant, den Planungsstand des Betriebs- und Gestaltungskonzeptes für die Neudorf-, Gähwiler- und Husensrasse der Bevölkerung an einem öffentlichen Informationsanlass in der ersten Jahreshälfte 2019 vorzustellen.