Je 200 Wimpel hängen aneinandergereiht in den katholischen Kirchen Niederuzwil und Henau. Sie sind das Ergebnis einer Idee, die durch eine Idee den Katechetinnen der Pfarreien entstanden ist und die schliesslich 400 Menschen jeden Alters erfasst und begeistert hat. Claudia Rupf, ab August Religionspädagogin in der katholischen Kirche Uzwil und Umgebung, erklärt: «Lange war keine Schule mehr, wir mussten alle zu Hause bleiben. Der direkte Austausch und die Gemeinschaft fehlten. Als die Kinder wieder zur Schule durften, entstand die Idee, die neu gewonnene Gemeinschaft und die Freude, einander wiederzusehen, sichtbar zu machen. Wimpel an einer Schnur aufgereiht, sollten es sein.» Und so begannen die einen Schüler in der Schule, die anderen zu Hause, die zur Verfügung gestellten Wimpeln aus Papier zu bemalen, zu bekleben und zu gestalten. Die mit dem Vornamen versehenen Wimpel warfen sie in der Schule in den Religionsbriefkasten. Die Begeisterung für die Idee fiel auf und so weiteten die Verantwortlichen die Einladung auf Erwachsene und Menschen in den Alterszentren aus. «Die Kirche ist eine begeisterte Gemeinschaft», steht nun in grossen Lettern an der Kirchenwand in Niederuzwil. Ein guter Geist stecke an, verbinde, schenke Energie. Mit der Aktion sei deutlich geworden, wie bunt und vielfältig eine Gemeinschaft sei. «Die vielen unterschiedlichen Wimpel zeugen davon», heisst es in einer Medienmitteilung der beiden katholischen Kirchen. Verbunden und doch individuell. So werde kirchliche Gemeinschaft verstanden. Die Wimpel sollen noch einige Wochen hängen bleiben. (pd)