Vierter Auswärtssieg hintereinander für den EC Wil. Bis dieser unter Dach und Fach war, brauchte es am Mittwochabend allerdings mehr Nerven als erwartet. Der Gegner hiess SC Küsnacht, seines Zeichens Tabellenzweiter der 2.-Liga-Ostgruppe. Dabei hatte zuerst alles auf einen geruhsamen Abend für die Wiler hingedeutet. Nach zwei Treffern von Matteo Torino und einem Tor von Marco Benz stand es nach gut 23 Minuten 3:0 für die Wiler und der Mist schein geführt.

Schien. Denn die Gastgeber reagierten, verkürzten im Mittelabschnitt auf 2:3 und egalisierten das Skore im Schlussabschnitt auf 4:4, nachdem Matteo Schärer zwischenzeitlich den vierten Wiler Treffer erzielt hatte. Es reichte noch immer nicht aus, als Elia-Marius Mettler die Äbtestädter neuerlich in Führung brachte. Denn vier Minuten vor Schluss glichen die Gastgeber abermals aus. Fünf Tore gegen 2.-Ligisten zu kassieren, das ist selbst mit einem umgebauten Team einiges an Holz. So kam es, dass die Wiler zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen Überzeit zu leisten hatten, nachdem sie zuvor in zwölf Pflichtspielen nie in die Verlängerung mussten. Schärer war es vorbehalten, nach 59 Sekunden das Game-Winning-Goal zu erzielen.

Sechs Auswärtsspiele in Folge

Beinahe hätte es den EC Wil also wieder gegen einen 2.-Ligisten erwischt. Vor knapp einem Jahr waren die Äbtestädter am HC Luzern – er stieg auf die laufende Saison hin in die 1. Liga auf – gescheitert. Dieses Mal entging er dieser Peinlichkeit. Somit ist der EC Wil noch zwei Schritte davon entfernt, in der nationalen Cup-Hauptrunde zu stehen, in welcher ein Spiel gegen einen Vertreter der höchsten oder zweithöchsten Liga garantiert ist.

Für den EC Wil geht es am Samstag weiter – und zwar mit dem sechsten (!) Heimspiel hintereinander. Um 17.30 Uhr treffen die Äbtestädter auswärts auf Reinach. (red/pd)