Auch wen das Ergebnis am Sonntag mit 52 Prozent knapp ausfiel, so ist doch klar: Im Gebiet Geren in Lenggenwil darf höchstens 15 Meter hoch gebaut werden. In der Frage, wie es nun weitergeht, sieht die Gemeinde die Gebrüder Eisenring AG in der Pflicht (siehe Video-Interview mit Gemeindepräsident Simon Thalmann in diesem Artikel). Anders beurteilt die Gebrüder Eisenring AG, die im Geren ihren neuen Hauptsitz erstellen möchte, die Situation. Geschäftsleiter und Inhaber Peter Marty sagt zu hallowil.ch: «Nun muss die Gemeinde die kantonal vorgeschriebene Überarbeitung der Zonenplanung forcieren. Erst daraus wird sich zeigen, was sich konkret für Überbauungsmöglichkeiten bieten.»

Denn die Gossauer Holzverarbeitungs-Firma hat kein vollständiges Projekt, das sie nun einfach anpassen könnte. «Unsere planerischen Überlegungen stammen aus dem Jahr 2016, die wir in enger Vorabsprache mit den Behörden und den Fachinstanzen des Kantons schrittweise erstellt hatten. Umso erstaunter waren wir ja dann auch, als der Kanton im Sommer 2018 eine Kehrtwende vollzog und Rekurse schützte», sagt Peter Marty. Zuerst müsse die Gemeinde nun klarmachen, wie sie die so genannten Arbeitszone A15 ausgestalten wolle. Alle Baubewilligungen würden eine angepasste und rechtsgültige Zonenplanung verlangen. «Für uns von besonderer Bedeutung ist nicht nur die maximal erlaubte Gebäudehöhe, sondern auch die Festlegung der maximal zulässigen Gebäudelänge. Wir streben weiterhin einen sorgsamen Umgang mit dem Boden an und wollen die Emissionen minimieren», sagt Peter Marty.

Mehrere Anfragen für Zwischennutzungen

Es lässt sich also absehen, dass es noch Jahre dauern wird, bis im Geren gebaut wird. Und trotzdem kommt womöglich bald Bewegung ins Gebiet, das die Gebrüder Eisenring AG rechtskräftig erworben hat. «Es ist davon auszugehen, dass wir nun mögliche Zwischennutzungen forcieren werden. Es gibt mehrere Anfragen von bestehenden Anstössern der Buchenstrasse. Aber auch von externen Interessenten, welche Teile unseres Areals als Lager oder als Abstellflächen nutzen wollen», sagt Peter Marty.