Der Rekord-Sommer 2018 ist noch in bester Erinnerung: Wochenlang kein Regen, heisse Temperaturen und trockene Bäche. In den Kantonen Thurgau und St. Gallen herrschte ein flächendeckendes Feuerentfach-Verbot und das Wasser drohte knapp zu werden. Dies hat Spuren hinterlassen. In Niederhelfenschwil fasste der Gemeinderat an der Bürgerversammlung im März dieses Jahres nach einem Votum den Auftrag, sich der Thematik anzunehmen und ein Massnahmenkonzept auszuarbeiten, wie man künftig solchen Trockenperioden Herr wird.

Doch im aktuellen Mitteilungsblatt informiert die Gemeinde, dass sie diesen Auftrag nicht umsetzen wird – zumindest vorläufig nicht. Dies, weil die Thematik auch übergeordnet politisch aufgenommen worden ist. Der Regierung wurde das Postulat «Wasserversorgung für künftige Extremsituationen sicherstellen» eingereicht. Es sollen strategische und operative Massnahmen festgesetzt werden können. «Aufgrund dieses Postulats, welches im Kantonsrat gutgeheissen wurde, ist das grossräumige Denken im Kanton St. Gallen in Sachen Wasserversorgung initiiert, weshalb der Gemeinderat vorläufig auf eine Situationsanalyse auf kommunaler Ebene verzichtet», schreibt die Niederhelfenschwiler Behörde. (gk/sdu)