«Ich glaube an den Produktionsstandort Schweiz», sagt Walter Koller. Er ist Geschäftsführer der Edelweiss Fenster AG. Mit dem Spatenstich für den «Edelweiss Gewerbepark» in Münchwilen beginnt seine Zukunftsvision Form anzunehmen. Im Mai 2020 wird die schnellste und modernste Kunststofffensterproduktion der Schweiz im Murgtal ihren Betrieb aufnehmen. Damit schwimmt die Edelweiss Fenster AG gegen den Strom. Während andere die Produktion in Billiglohnländer verlegen, investiert sie hier in der Schweiz in eine 100 x 25 Meter grosse Produktionshalle. Damit bringt das Unternehmen laut einer Mitteilung Wertschöpfung zurück in die Schweiz und schafft gleichzeitig sechs neue Arbeitsplätze.

Stiftung Sonnenhalde hat sich dreimal gewehrt

Aber ist die Produktion hier in der Schweiz nicht viel zu teuer? Dazu Walter Koller: «Dank neuster Technik und einer klaren Strategie wird uns dieser Neubau helfen, unsere Stellung als Qualitätsfenster-Produzent zu stärken.» Teil dieser Strategie ist auch der Express-Service «Edelblitz». Seit sieben Jahren bietet die Edelweiss Fenster AG ihren Wiederverkäufern, wie Schreinereien oder Zimmereien, folgende Dienstleistung an: Die Kundschaft erhält die bestellten Fenster innerhalb von acht Tagen. Und: Mit dem neuen Produktionsstandort wird diese Frist sogar noch unterboten. Aber Geschwindigkeit allein reicht nicht. «Der Kundenkontakt ist auch heute noch entscheidend. Je näher die Produktion, desto schneller können wir auf Kundenwünsche reagieren», sagt Walter Koller.

Dem Spatenstich ist ein langer Rechtsstreit vorausgegangen, der laut einem Bericht der «Wiler Nachrichten» schon im Jahr 2014 begonnen hat. Demnach hat sich die nebenan gelegene Stiftung Sonnenhalde gegen das Projekt der Edelweiss Liegenschaften AG gewehrt – ist jedoch auf Stufe Gemeinde und Kanton sowie schliesslich auch vor dem Verwaltungsgericht chancenlos geblieben. (pd/sdu)

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So soll der Produktionsbetrieb in Münchwilen ab nächstem Jahr aussehen.