Am Freitag um kurz nach 8 Uhr ist es im Bereich Bürerstich der Autobahn A1 zu mehreren Kollisionen gekommen. Bei einem der Unfälle ist eine Beifahrerin ums Leben gekommen. Die Kantonspolizei sucht nachträglich nach Zeugen. "Im digitalen Zeitalter ist auch die Dashcam ein Mittel, welches erhoben werden kann", sagt Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei St. Gallen gegenüber hallowil.ch. Dieses Vorgehen ist eine Premiere.

Bei Dashcams handelt es sich um Kameras, die im Auto mitgeführt werden. Die Hoffnung besteht bei der Polizei, auf diesem Weg an Bildmaterial vom Unfall zu kommen. "Der Unfallhergang ist nicht ganz klar. Es sind viele Auto beteiligt und es wurden auch verschiedene Aussagen gemacht. Es ist Aufgabe der Polizei, alle Hinweise die zur Klärung eines Unfalles oder eines Verbrechens erhoben werden können, diese zu erheben oder es zu versuchen. Wir stellen dann alle erhobenen Sachbeweise der Staatsanwaltschaft zur Weiterbearbeitung zur Verfügung", sagt Krüsi. Ob diese Dashcam-Bilder dann auch verwendet werden dürfen für einen allfälligen Gerichtsfall, ist offen.

Personen, die Angaben zum genauen Unfallhergang machen können, oder Autofahrer, die mit eingeschalteter Dashcam den Unfallhergang filmten, werden gebeten, sich mit dem Polizeistützpunkt Oberbüren, 058 229 81 00, in Verbindung zu setzen.

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So hat hallowil.ch über den Unfall berichtet:

Gemäss bisherigen Erkenntnissen haben sich im Morgenverkehr mehrere Kollisionen zwischen diversen Verkehrsteilnehmenden ereignet. Aktuell geht die Kantonspolizei St.Gallen von drei Unfällen aus. Bei einem ersten Unfall prallten zwei Autos ineinander. In der Folge kam es zu einem weiteren Auffahrunfall mit drei beteiligten Autos. Dahinter prallten vier Autos ineinander, wobei das hinterste Auto auch noch in einen Liefwerwagen prallte. In diesem Auto ist die Beifahrerin ums Leben gekommen. Die eintreffenden Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen. Zudem wurden fünf weitere Personen verletzt, darunter ein 2-jähriges Kind. Zwei Personen davon wurden leicht verletzt, zwei Personen und das Kind unbestimmt. Zwei Männer, eine Frau und das Kind wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

Grosser Zeitverlust

Der genaue Unfallhergang ist bislang unklar und wird nun unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen von der Kantonspolizei St.Gallen und Unfallexperten des Strassenverkehrsamtes abgeklärt. Ein Grund für die Unfälle dürfte die zum Unfallzeitpunkt herrschende Sonnenblendung gewesen sein.

Nebst mehreren Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen standen auch fünf Rettungsteams, ein Notarzt, ein Sanitäts-Einsatzleiter sowie die Feuerwehren Uzwil und Gossau mit rund 30 Personen im Einsatz. Die Autobahn A1 blieb danach während Stunden gesperrt, wobei zur Sperrung der Nationalstrassenunterhalt aufgeboten wurde.